Tausende Dorfbewohner an der Ostküste der Philippinen sind wieder in ihre Häuser zurückgekehrt. Am Vorabend hatte es eine Tsunami-Warnung gegeben.

Aufräumen nach dem Erdbeben. Bild: dpa
MANILA dapd | Einen Tag nach dem schweren Erdbeben vor der Ostküste der Philippinen sind tausende Dorfbewohner wieder in ihre Häuser zurückgekehrt. Hunderte harrten jedoch am Samstag weiter in Notunterkünften aus, wie die Behörden mitteilten.
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Eine 54-jährige Frau in der Stadt Cagayan de Oro im Süden des Landes kam beim Einsturz eines Hauses ums Leben, ihr fünfjähriger Enkel wurde verletzt. Bis Samstagmorgen (Ortszeit) gab es Behördenangaben zufolge 140 Nachbeben, darunter eines der Stärke 6,4.
Der Erdstoß der Stärke 7,6 hatte am Freitagabend Angst vor einem Tsunami geschürt. Viele Philippiner suchten daher höher gelegene Regionen auf. Letztlich gab es jedoch Entwarnung. Der größte Tsunami, der die Küste der Insel Siargao erreichte, sei weniger als einen halben Meter hoch gewesen, teilte ein Behördenvertreter mit. Die Insel, etwa 750 Kilometer südöstlich von Manila, ist ein beliebtes Surferparadies.
Mehrere Städte waren vorübergehend ohne Strom. Schäden gab es jedoch kaum. Einige Straßen, Brücken und Gebäude in der betroffenen Region wiesen laut Behördenangaben Risse auf. Mehr als 6.000 Menschen, die aus Angst vor einem Tsunami die Nacht draußen verbracht hätten, seien am Samstag wieder in ihre Häuser zurückgekehrt.
Das Epizentrum des Bebens lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte in einer Tiefe von knapp 35 Kilometern rund 100 Kilometer östlich der Insel Samar und hatte die Stärke 7,6. Zuvor hatte die US-Erdbebenwarte die Stärke des Bebens mit 7,9 angegeben. Dem Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ) zufolge lag die Stärke des Bebens bei 7,5.
1990 kamen auf der Insel Luzon bei einem Beben der Stärke 7,7 etwa 2.000 Menschen ums Leben. Die Philippinen liegen in einem als Pazifischer Feuerring bezeichneten Vulkangürtel, wo es durch Erdplattenverschiebungen immer wieder zu Erschütterungen kommt.
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