Brasiliens Fußball-Olympiateam spielt nicht zauberhaft, sondern souverän. Das reicht für ein 3:0 gegen Südkorea und den Einzug ins Finale. Dort wartet Mexiko.von Jens Uthoff & Jannis Carmesin

Peng, Peng: Leandro Damiao knipst zweimal, Südkorea verzweifelt. Bild: dapd
Die Startbedingungen: Brasilien ist klarer Favorit. Das Team um Rómulo und Sandro zeigt sich bisher stark: In der Vorrunde schlug das Zuckerhut-Ballett Weißrussland, Neusseland und Ägypten, im Viertelfinale Spanienschreck Honduras. Mit Juan, Thiago Silva und Oscar sind durchaus klangvolle Namen in der brasilianischen Elf.
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Südkorea konnte vor allem in der Offensive noch nicht vollends überzeugen, zwei Nullnummern in der Vorrunde und bisher erst drei Turniertore (das Elfmeterschießen gegen England im Viertelfinale ausgenommen) sprechen eine deutliche Sprache.
Die Entscheidung: Von Beginn an entwickelt sich ein flottes Spielchen. Die Nachwuchsseleçao schafft es nicht, ihr größeres Potential in Dominanz umzusetzen: Südkorea hat überraschenderweise mehr Ballbesitz und dazu zwei gute Chancen. Trotzdem geht Brasilien nach 38 Minuten in Führung – unter freundlicher Mithilfe der südkoreanischen Abwehr: Nach einem Pass in den Sechzehner auf rechts kommt Rómulo frei an den Ball, der wird auch noch zum Schuss auf das kurze Torwarteck eingeladen. Eins zu Null zur Halbzeit.
Auch in der zweiten Halbzeit startet Südkorea druckvoller, kurz nach der Pause versagt der Schiedsrichter dem Team einen Elfmeter. Brasilien hingegen bleibt effektiv: Mit der ersten Chance im zweiten Abschnitt erzielt Leandro Damiao nach No-Look-Pass von Superstar Neymar den zweiten Treffer, wenige Minuten später schnürt er den Doppelpack zum 3:0. Das Spiel ist gelaufen, die Brasilianer schaukeln sich souverän ins Finale.
Das Drama: Brasilien tritt auf der Stelle! Auch im fünften Spiel bei diesen Spielen schießt die Seleçao drei Tore.
Die Schlussfolgerung: Es wird ein technisch hochklassiges Finale – mit Brasilien und Mexiko haben sich die Teams mit einigen großen Einzelkönnern durchgesetzt. Brasilien will dann zum ersten Mal überhaupt das olympische Fußballturnier gewinnen.
Und sonst? Mit einem Einsatz im Finale am Samstag kann Marcelo Brasiliens Rekordnationalspieler bei Olympischen Spielen werden. Es wäre sein zwölfter Einsatz; das hat bisher nur Bebeto geschafft.
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