Wie aus dem Nichts drehen die deutschen Volleyballherren das wichtige Gruppenspiel gegen Serbien. Plötzlich ist das Viertelfinale wieder möglich. von Jannis Carmesin

Die deutschen Volleyballer feiern ihren ersten Sieg. Bild: reuters
Die Startbedingungen: Vor dem dritten Spiel ist die Ausgangslage für die Volleyballer um Nationaltrainer Vital Heynen bescheiden. Die Auftaktpartien gegen Russland und die USA hat das Team jeweils ohne Satzgewinn verloren und ist Tabellenletzter. Deswegen geht es heute schon (fast) um alles: Um mit guten Karten in die verbleibenden Gruppenspiele gegen Tunesien und Brasilien gehen zu können, muss gegen den amtierenden Europameister Serbien ein Sieg her.
Ist Ihnen dieser Artikel etwas wert?
Die Entscheidung: Der Text war quasi schon geschrieben: Schwache Annahmen, unplatzierte Blocks. Deutschland spielt gut mit, bleibt aber auch gegen Serbien letztlich chancenlos. Nach zwei verlorenen Sätzen neigen sich die Mundwinkel der Deutschen beinahe merkelesk gen Hallenboden.
Und dann? Dann kommt der dritte Satz und eine urplötzlich ausgewechselte deutsche Mannschaft. Angeführt vom einmal mehr herausragenden Georg Grozer (manchmal etwas prollig, der Gute!) gewinnt Deutschland zum ersten Mal im Turnier einen Satz, führt Serbien im vierten Abschnitt teilweise vor und behält am Ende auch nach vier abgegebenen Matchbällen die Nerven. Das Viertelfinale ist wieder drin!
Das Drama: Ein Spiel, ein Drama. Phoenixgleich erheben sich die deutschen Volleyballer aus den Tiefen der beinahe sicheren Niederlage. Am Ende braucht es nervenaufreibende fünf deutsche und zwei serbische Matchbälle, bis ein Sieger fest steht.
Die Schlussfolgerung: Otto Rehagel sollte auf seine alten Tage zum Volleyball wechseln. Hier ist der Libero noch zeitgemäß.
Und sonst? Die Stadionregie feiert jeden Punkt mit alberner Partymusik. War beim E-Jugend-Hallenkick damals ähnlich.
Jürgen Klopp ruft die neutralen Fans auf, Dortmund im CL-Finale zu unterstützen. Und erklärt, wie hart ihn Mario Götzes Abgang getroffen hat. von Holger Vieth

Unser Programm: Bogenschießen, Badminton, Basketball, Boxen, Fechten, Fußball, Gewichtheben, Handball, Hockey, Judo, Kanu/Kajak, Leichtathletik, Moderner Fünfkampf, Radsport, Reitsport, Ringen, Rudern, Schießen, Schwimmen, Segeln, Taekwondo, Tennis, Tischtennis, Triathlon, Turnen, Volleyball. Alles kann niemand sehen. Deswegen: Vertrauen sie taz und taz.de: Wir schlagen für Sie den Pfad durch den Olympia-Dschungel und berichten über die großen Nummern, die kleinen Wunder, die Highlights der Wettbewerbe und die interessantesten Geschichten hinter den 10.500 Athleten aus über 200 Ländern in 302 Wettbewerben und 26 Sportarten.
3 x tägliche Zusammenfassungen der sportlichen Ereignisse und Berichte zu ausgesuchten Wettbewerben
***
Der Medaillenspiegel.
***
Facebook: Leibesübungen – taz.sport ist jetzt auch hier.
***
Das Team: Aus den Stadien und dem Deutschen Haus berichtet der taz-Sport-Redakteur Andreas Rüttenauer, der taz-Groß-Britannien-Korrespondent Ralf Sotschek und der taz-online-Redakteur Oliver Pohlisch.
In Berlin sind dabei: Doris Akrap, Svenja Bednarczyk, Jannis Carmesin, Sigrid Deitelhoff, Jan Feddersen, Anne Fromm, Daniel Heyd, Dominic Johnson, Jasmin Kalarickal, Jörg Kohn, Johannes Kopp, Richard Nöbel, Erik Peter, Jan Scheper, Petra Schrott, Peter Unfried, Jens Uthoff, Markus Völker, Tommi Winkler, Deniz Yücel, Adam Zapert.
David Beckham beendet seine Fußballer-Karriere. Wird er jetzt etwa Vollzeitpapa, Model oder Frührentner? Ach, uns fallen da noch ein paar andere Sachen ein...

Ein echt fieser Augapfel, ein Harley-Davidson-Skelett, Buddha hat Geburtstag und jede Menge Quallen. Unsere Bilder der Woche.

14 Jahre war Thomas Schaaf Trainer bei Werder Bremen – genug Zeit, seinen trockenen Humor in vielen Interviewantworten unter Beweis zu stellen.

Am Samstag ist es wieder so weit: Im schwedischen Malmö kämpfen 39 Länder um den ersten Platz beim ESC. Wir wissen, auf welche Teilnehmer Sie besonders achten können.


Leserkommentare