Panter Workshop Nr. 23

Gewalt

Beim beim taz Panter Workshop ergründen 20 NachwuchsjournalistInnen ihre Fähigkeiten, diesmal zu einem problematischen Thema.

Objekt der Gewalt, das gleichzeitig ein infantiles Lustobjekt ist : Werk Kalashnikov (multicolor) von der Künstlerin Kata Legrady Bild: dpa

20 junge NachwuchsjournalistInnen produzierten vier Tage lang vier Sonderseiten. Es wird debattiert, recherchiert und geschrieben, die jungen Talente arbeiten eigenverantwortlich in der Berliner taz Redaktion – ihr thematischer Leitgedanke: Gewalt. 

Vor 40 Jahren durchzog eine Welle der Gewalt das Land. Im "Deutschen Herbst" wütete die RAF, mit Entführungen, Anschlägen und Ermordungen. Der Staat antwortete mit aller Härte, die ihm dank des Gewaltmonopols zur Verfügung stand. Im Sommer 2017 flammte die Debatte darum, ob Gewalt ein legitimes Mittel des politischen Protests ist, erneut auf, als es während des G20-Gipfels in Hamburg zu Ausschreitungen von Linken kam. Auf der anderen Seite wurden viele Fälle von Polizeigewalt bekannt.

 „Gewalt kann ganz unterschiedliche Motive haben.” 

Gewalt kann ganz unterschiedliche Motive haben. Vermeintlich politische (IS-Anschläge, Breivik, RAF), psychische Erkrankungen (Germanwings-Absturz als erweiterter Suizid), Liebe (Mord aus Eifersucht), Habgier ... Manchmal bleiben die Motive auch verborgen wie etwa beim „mass shooting” von Las Vegas. Und manchmal wird Gewalt auch nur um ihrer selbst Willen ausgeübt.

Gewalt kann gegen Menschen - auch gegen sich selbst - ausgeübt werden, gegen Dinge und Tiere. Sie kann strafbar sein, wenn sie gegen Gesetze verstößt, aber auch angewandt werden, um Gesetze durchzusetzen oder Schaden von sich selbst abzuwenden. Gewalt hat ganz unterschiedliche Ausprägungen. Sie kann körperlich sein aber auch durch Worte verübt werden.

Sind Männer eigentlich wirklich gewalttätiger als Frauen? Gib es eine Veranlagung zur Gewalttätigkeit? Wo hören Verletzungen auf und wo beginnt Gewalt? Und wie gelingt es Opfern von Gewalt ihre Erlebnisse zu verarbeiten?

Paul Wrusch, ist stellvertretender Ressortleiter der taz.am wochenende und betreut gemeinsam mit einem Redaktionsteam die Workshops.

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