In der ost-chinesischen Küstenstadt Qidong protestierten wütende Bürger gegen ein Abwasserprojekt. Nach Zusammenstößen mit der Polizei lenkten die Behörden ein.

Kein Abfall im Meer: Anwohner wehren sich erfolgreich gegen ein Abwasserprojekt. Bild: dapd
PEKING dapd | Behörden im Osten Chinas haben sich dem Druck der Straße gebeugt und ein Industrieprojekt gestoppt. Tausende hatten in der Küstenstadt Qidong in der Provinz Jiangsu wegen Umweltbedenken gegen den Plan protestiert, Abwässer aus einer Papierfabrik ins Meer zu leiten.
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Es war nicht das erste Mal, dass chinesische Bürger mit Protesten Großprojekte dieser Art vereitelten. Erst vor wenigen Wochen war der Bau einer Kupferfabrik gestrichen worden, nachdem wütende Anwohner sich Straßenschlachten mit der Polizei geliefert hatten.
Auch bei den Protesten am Samstag kam es zu Zusammenstößen zwischen Beamten und Demonstranten, ein Polizeiauto wurde dabei umgestoßen. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, löste sich die Massendemonstration erst auf, nachdem die Regierung Qidongs auf ihrer Website mitgeteilt hatte, dass das Abwasserprojekt gestoppt worden sei.
Hunderte Bereitschaftspolizisten wurden abgestellt, um Regierungsgebäude in Qidong zu schützen. Über die Zukunft des Papierwerks des japanischen Unternehmens Oji Paper wurde zunächst nichts bekannt.
Oji hatte am Freitag mitgeteilt, nur entsprechend örtlicher Umweltschutznormen geklärtes Wasser würde ins Meer geleitet. „Umweltschutz hat für unser Unternehmen eine hohe Priorität“, hieß es in einer Erklärung. In China haben Proteste gegen Umweltverschmutzung zuletzt zugenommen. Anfang des Monats stoppte die Stadt Shifang im Südwesten Chinas Pläne für eine Kupferfabrik, nachdem Tausende gegen das Projekt
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