Die USA bauen ihren Raketenabwehrschirm in Japan aus. Die Spannung zwischen Tokio und Peking dauern derweil an.

Verspricht mehr Schutz für Japan: US-Verteidigungsminister Leon Panetta vor amerikanischen Truppen in Yokota. Bild: reuters
TOKIA reuters | Die USA verstärken ihre Raketenabwehr in Japan. Die beiden Länder hätten sich darauf verständigt, einen zweiten Radarschirm auf japanischem Territorium zu errichten, sagte der amerikanische Verteidigungsminister Leon Panetta am Montag in Tokio. Ziel sei es, besser auf eine Bedrohung durch ballistische Raketen aus Nordkorea reagieren zu können.
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Die Ankündigung fällt in eine Zeit, in der sich die Spannungen zwischen Japan und China, einem Unterstützer Nordkoreas, wegen des Streits um eine von beiden Seiten beanspruchte unbewohnte Inselgruppe im Ostchinesischen Meer massiv zugespitzt haben.
In China kam es am Wochenende zu schweren anti-japanischen Ausschreitungen. Canon und Panasonic teilten am Montag mit, wegen der Proteste die Fertigung in einigen chinesischen Werken auszusetzen.
Japans Außenminister Koichiro Gemba sagte am Montag, das Thema sei bei seinem Treffen mit Panetta zwar nicht angesprochen worden. Beide Länder seien sich aber einig, dass auch im Falle der Inseln der japanisch-amerikanische Sicherheitspakt greife. Panetta sagte, er gehe davon aus, dass der Streit um die Inseln friedlich gelöst werde. Gute Beziehungen zwischen Japan und China lägen „im Interesse aller“.
Die japanische Regierung hatte trotz eindringlicher Warnungen der chinesischen Staatsführung die Inseln den privaten Besitzern jüngst abgekauft. Die Inseln liegen in fischreichen Gewässern, zudem werden umfangreiche Gasvorkommen unter dem Ozean vermutet.
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