Bei mindestens 22 Anschlägen in 14 irakischen Städten sind mehr als 90 Menschen getötet worden. Die irakischen Behörden sprechen von rund 160 Verletzten.

Zerstörte Fahrzeuge nach einem Bombenanschlag in Sadr City, einem Stadtteil von Bagdad. Bild: dapd
BAGDAD afp/rtr | Bei einer Serie von Anschlägen im Irak sind am Montag mindestens 91 Menschen getötet worden. Mehr als 160 Menschen wurden bei Attentaten in Bagdad und nördlich der Hauptstadt verletzt, wie die irakischen Behörden mitteilten.
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Nach Angaben von Sicherheitsbeamten und der Gesundheitsbehörden verübten die Täter insgesamt mindestens 22 Anschläge in 14 Städten. Damit handelte es sich nach offiziellen Angaben um den blutigsten Tag seit mehr als zwei Jahren im Irak.
Zu den Angriffen bekannte sich bislang niemand. Das Terrornetzwerk Al-Kaida hatte jedoch angekündigt, seinen Kampf intensivieren zu wollen.
Ziel sei es, „Richter und Staatsanwälte auszulöschen“ und inhaftierte Aktivisten zu befreien, erklärte der Chef des Al-Kaida-Zweigs Islamischer Staat im Irak (ISI), Abu Bakr al-Bagdadi, in einer Audio-Botschaft.
Erst am Sonntag waren bei einer Serie von Bombenanschlägen im Irak mindestens 17 Menschen getötet worden. Weitere 96 wurden verletzt.
Am Samstag hatte der Ramadan im Irak begonnen. Die zwei Wochen zuvor waren vergleichsweise friedlich verlaufen, während im Juni 237 Menschen bei Anschlägen starben.
Zwar hat die Gewalt im Irak im Vergleich zu Höhepunkt der Kämpfe zwischen den verschiedenen Volksgruppen 2006 bis 2007 abgenommen. Seit dem Abzug der US-Kampftruppen im Dezember bleiben die Spannung jedoch hoch.
Dazu kommt der anhaltende politische Streit zwischen den schiitischen, sunnitischen und kurdischen Gruppen im Land.
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