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Zeitungsarchive onlineGoogle gibt auf

Eigentlich wollte Google das größte digitale Zeitungsarchiv der Welt erstellen. Damit ist jetzt Schluss. Stattdessen will der Konzern Zeitungen helfen, online Geld zu verdienen.

BERLIN taz | Es war eines dieser großspurigen Google-Projekte, die zwar faszinieren aber auch eine Abwehrreaktion gegen Allmachtphantasien auslöste: die Digitalisierung aller Zeitungsarchive. 2006 hatte Google das Projekt gestartet und sich zum Ziel gesetzt, alle großen und kleinen Tageszeitungen der vergangenen 200 Jahre digital zugänglich zu machen. Daraus wird jetzt nichts.

"Wir haben nicht vor, das Angebot zu erweitern oder neue Funktionen zum Google News Archiv hinzuzufügen. Und wir nehmen keine neuen Mikrofilme oder digitale Dateien an, um sie zu verwenden", teilte der Konzern mit. Die Entscheidung habe nichts mit Debatten über Urheberrechte zu tun. Das Projekt der Digitalisierung von Zeitungen hatte Kritik hervorgerufen, unter anderem von James Murdoch, Chef der News Corporation.

Jetzt wolle Google Verlegern und Zeitungen helfen, online Geld zu verdienen. "Wir arbeiten eng mit Zeitungspartner an verschiedenen Projekten", heißt es in der Stellungnahme. Bereits im Februar hat Google den Bezahldienst "One Pass" eingeführt. Wie viele Zeitungen den Dienst nutzen, ist nicht bekannt.

Das bereits bestehende Google-Archiv soll weiterhin zugänglich bleiben.

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