Google Street View im Regenwald

Der Amazonas im Netz

Google Street View ist dabei, Teile des Amazonas-Gebietes zu filmen, um die Aufnahmen ins Netz zu stellen. Partner des Projektes ist eine lokale Umweltschutzorganisation.

Bald auch bei Google Street View: das Amazonas-Gebiet. Bild: ap

BERLIN taz | Google Street View macht nicht mal vor dem Regenwald halt. Das Projekt nimmt nicht mehr nur Straßen auf, sondern wird jetzt auch zum River View. Ein Team ist derzeit im Amazonas-Gebiet unterwegs um dort zu filmen und die Bilder dann ins Netz zu stellen.

Knapp 50 Kilometer des Rio Negro, von Manaus nach Terra Preta wollen sie zunächst abfahren, um den Fluss, den Regenwald und dort ansässige Gemeinden aufzunehmen, heißt es im Google-Blog. "Sobald wir alle Bilder ins Netz geladen haben, können wir unsere lokale Kultur und die Schönheit des Amazonas mit allen Menschen überall auf der Welt teilen", freut sich Karin Tuxen-Bettman, die Leiterin des Street View Teams im Amazonas im Telegraph.

Die Amazonas Sustainable Foundation (FAS), eine nichtstaatliche Umweltorganisation, die sich für den Erhalt des Regenwaldes einsetzt, habe Google eingeladen und einige ihrer Mitarbeiter seien mit dem Filmteam unterwegs. Ziel des Projektes sei es außerdem, die im Amazonas-Gebiet lebenden Menschen mit der Technik von Google Street View vertraut zu machen, damit diese sie weiterhin verwenden können.

"Es ist sehr wichtig, der Welt nicht nur die Natur und die Lebensweise der Einheimischen zu zeigen, sondern sie auch für die Herausforderungen für diese Region durch Klimawandel, Abholzung und Armut zu sensibilisieren", sagte Gabriel Ribenboim, FAS-Projektleiter der BBC.

Google preist das Vorhaben für Outdoor-Fans, Reisende und Umweltaktivisten, die sich ein Bild vom Amazonas-Gebiet machen wollen. Vor allem aber ist es ein weiterer Schritt zum Google-Ziel, die ganze Welt zu digitalisieren. BÖ

 

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