taz: Herr Dullien, viele Experten sehen schon die größte Bankenkrise seit 1930 heraufziehen. Sie auch?]]>
Sebastian Dullien: Dieser Vergleich ist schon deswegen nicht unrealistisch, weil es seit 1930 in den USA nur eine größere Bankenkrise gab: Ende der 80er.Jahre gerieten die Spar- und Darlehenskassen in eine Schieflage, was den Staat damals rund 150 Milliarden Dollar gekostet hat.]]>
Und wie viel wird die jetzige Krise kosten?]]>
Experten befürchten schon eine komplette "Kernschmelze" des weltweiten Finanzsystems. Und Sie?]]>
Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hat seinen US-Kollegen empfohlen, sie sollten gezielt die kleinen Häuslebauer unterstützen, die ihre Hypotheken nicht mehr bedienen können. Was halten Sie davon?]]>
Was also dann?]]>
Bisher geht die US-Notenbank einen anderen Weg: Sie pumpt Geld in den Markt, indem sie auch Ramschanleihen als Sicherheiten akzeptiert. Funktioniert das?]]>
Überhaupt wird in den USA der Geldhahn aufgedreht: Gestern hat die Notenbank die Leitzinsen erneut gesenkt. Droht eine Inflation?]]>
Von Pessimisten wird gern vorgerechnet, dass die Notenbanken längst machtlos seien, weil die USA sowieso hoffnungslos bankrott wären: Der Schuldenberg würde 47.000 Milliarden Dollar betragen, was 380 Prozent des Nationaleinkommens entspräche.]]>
Insgesamt sind Sie ja bemerkenswert gelassen. Aber auch Optimisten stellt sich die Frage: Wie ließe sich eine nächste Finanzkrise verhindern?]]>
INTERVIEW: ULRIKE HERRMANN]]>
SEBASTIAN DULLIEN, 32, ist Professor für Volkswirtschaft an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Zuvor arbeitete er sieben Jahre lang als Redakteur bei der Financial Times Deutschland. 2007 war er zudem als Gastwissenschaftler beim American Institute for Contemporary German Studies an der John Hopkins University in Washington. Sein Schwerpunkt sind internationale Wirtschaftsbeziehungen.]]>