Retrosound ist passé: Indiebands wie Vampire Weekend orientieren sich an afrikanischen Melodien. Und Tinariwen aus Mali werden in Indiekreisen gehypt. VON CHRISTIAN WERTHSCHULTE
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preppy. Der Hemdkragen ist gebügelt, die Umgangsformen höflich, die Ironie sanft, die politische Ausrichtung liberal. "Wir interessieren uns für postkoloniale Literatur und Theorie", sagt Sänger Ezra Koenig. "Ihre Ideen sollten nicht im Elfenbeinturm bleiben. Selbst bürgerlich-schnöselige Typen können ihr Leben, ihren Musikgeschmack, ihre Art zu sprechen daraufhin abklopfen." ]]>
"But this feels so unnatural / Peter Gabriel, too." ]]>
tight auf das erste Album zu spielen, das mit dem Laptop in einer Kneipe aufgenommen wurde. Zudem starb Sänger Jagwasi an HIV-induziertem Leberversagen vor der Veröffentlichung auf einem amerikanischen Indielabel. Und für die Aufnahmen am zweiten Album "Hera Ma Nono" in den USA musste Barack Obama sich persönlich für ein Visum der kenianischen Musiker einsetzen. "Die Tatsache, dass wir als Band jenseits dieser Schwierigkeiten immer noch bestehen, ist an sich schon ein politisches Statement. Als wir ein Konzert in Linz spielen wollten, wurden unsere kenianischen Mitglieder für 15 Stunden am Pariser Flughafen in einer Zelle festgehalten, weil sie schwarz und arm waren", erzählt Minoff. ]]>
Vampire Weekend: "Vampire Weekend" (XL-Recordings); Suburban Kids with Biblical Names: "Nr.3" (Cargo); Tinariwen: "Aman Iman: Water Is Life" (Skycap); Extra Golden: "Hera Ma Nono" (Thrill Jockey)]]>