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Daniel Günther im ShitstormWehrhafter Demokrat

Esther Geisslinger

Kommentar von

Esther Geisslinger

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat sich kritisch zu Social Media und Fake News geäußert - manchen passt das gar nicht.

Im Gegenwind: Daniel Günther Foto: Carsten Rehder / dpa

D er Wintersturm „Elli“ hat sich verzogen, um Schleswig-Holsteins Landtag und die Staatskanzlei an der Kieler Förde weht ein mildes Lüftchen. Nicht so schnell zieht dagegen der Shitstorm ab, der sich über Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) entlädt. Erst schaltete die Erregungswindmaschine Internet auf Turbo, dann pustete CSU-Chef Markus Söder aus Bayern heiße Luft in den Norden, und in Berlin bläst Wolfgang Kubicki die Backen auf. Seine Kieler FDP-Parteifreunde bereiten eine offizielle Anfrage vor, um klären zu lassen, ob die Landesregierung „bestimmte Medien regulieren, zensieren oder verbieten“ möchte. Hoppla, der nette Daniel Günther schwingt die Zensurkeule?

Passiert ist Folgendes: In einer Talkrunde bei Markus Lanz plädiert Günther dafür, den „Feinden der Demokratie“ offen gegenüberzutreten. Er spricht sich für ein AfD-Verbotsverfahren aus und kritisiert die großen Techkonzerne, die über Plattformen wie X und Tiktok die Debattenkultur im Land beeinflussten. Günther erwähnt Schleswig-Holsteins Vorstoß, in allen Behörden nur deutsche und europäische Software statt US-Produkte wie Microsoft oder Palantir einzusetzen. Und er kann sich eine „Techabgabe“ vorstellen, um damit Journalismus zu fördern.

Zum Schutz von Jugendlichen vor Cybermobbing und Gewalt lobt er den Vorstoß Australiens, Social Media für unter 16-Jährige zu verbieten. Zu viele Menschen, selbst Abgeordnete seiner eigenen Partei, würden sich auf ungeprüfte und oft falsche Informationen aus dem Netz stützen und sie weiterverbreiten, beklagt Günther. Er erwähnt als Beispiele die Juristin Frauke Brosius-Gersdorf, die nach einer bodenlosen Kampagne gegen sie ihre Kandidatur für das Bundesverfassungsgericht zurückgezogen hatte, und Portale wie den rechten Kanal Nius, dessen Berichterstattung er „faktenfrei“ nennt.

Am Ende fasst Lanz zusammen: „Sie wollen das regulieren, zensieren, verbieten?“ Ohne zu erklären, was er mit „das“ meint. „Ja“, sagt Günther, ohne es seinerseits zu präzisieren. Und das Netz explodiert. Bei Nius spricht von einer „Kriegserklärung an die freie Presse“, selbst der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) zeigt sich „schockiert über die Forderung nach Zensurmaßnahmen“.

Kein Zensurbefürworter

Klar ist, dass Günthers „Ja“ nicht die optimale Antwort auf eine so zugespitzte Frage war. Aus dem Gesamtkontext aber und mit Kenntnis von Daniel Günthers Positionen lässt sich sagen, dass er niemand ist, der Zensur befürwortet. Und auch wenn er Nius als qualitätsfern kritisiert – anders als seine Parteifreundin Julia Klöckner, die das rechte Portal im vergangenen Jahr mit der taz gleichsetzte –, hat er nicht gesagt, dass er es verbieten wolle.

Er selbst hat am Folgetag erklärt, dass sich sein Ja auf ein Verbot von Social Media für Jüngere bezog. Solche Verbote sowie Maßnahmen gegen Hass und Hetze sind für die US-Regierung und Techunternehmer wie Elon Musk zwar durchaus Zensur, passen aber zu deutschen und europäischen Vorstellungen von Jugend- und Persönlichkeitsschutz.

Das Lustige am Skandal ist, dass er genau die Elemente enthält, die Daniel Günther kritisiert hat: Eine Aussage wird aus dem Zusammenhang gerissen, skandalisiert und durch sämtliche Kanäle gejagt, bis am Ende ein Riesenschreck durchs Netz geistert und das eigentliche Anliegen vergessen wird.

Das ist in diesem Fall traurig, denn Günther hat durchaus vernünftige Dinge gesagt. Seine Kritik richtete sich übrigens auch an die, die sofort auf jeden Kampagnenzug aufspringen. Auch wenn die Formulierung nicht in allen Punkten optimal war: Seine Positionierung ist ein frisches Lüftchen von der Kieler Förde, das wir gut gebrauchen können.

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Esther Geisslinger
Schleswig-Holstein
Jahrgang 1968. Ist in der taz als Landeskorrespondentin für Schleswig-Holstein zuständig von Flensburg bis Elmshorn, von Fischerei bis Windkraft, von lokalen Streitigkeiten bis Landtagsdebatten. Schwerpunkte: Soziales, Gesundheitspolitik
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78 Kommentare

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  • "Eine Aussage wird aus dem Zusammenhang gerissen, skandalisiert..."

    Das ist das grundsätzliche Problem, nicht nur in den Medien, sondern auch bei Politikern: es werden nur von den Dingen berichtet, die die eigene Aussage unterstützen, andere Dinge werden weggelassen. Ich habe mich inzwischen an diesen Zustand gewöhnt und versuche wenn möglich beide Seiten zu hören bzw. zu lesen.

    Deshalb habe mir die Sendung von Lanz noch einmal angeschaut. Herr Günther ist nicht das Unschuldslamm bzw. der Politiker, der nur eine kleine Unachtsamkeit gegangen hat. Auch wenn ich ihm den guten Willen nicht absprechen will, hat er doch mehrfach seine meinungs- und demokratiefeindliche Haltung zum Ausdruck gebracht. Paradox wirkte dann sein Satz: "Wir haben ja bei uns zum Glück Pressefreiheit und Meinungsfreiheit bei uns im Land." Es kam mir wie eine leere Floskel vor.

  • Erinnert sich noch jemand an die Landratswahl Dithmarschen 2024?

    • @Mondschaf26:

      You mean that?!

      Landratswahl in Dithmarschen



      Nazi-Knüppel gegen eigene Leute



      Esther Geisslinger



      Kommentar von



      Esther Geisslinger



      Die CDU hatte dem Amtsinhaber vorgeworfen, er wolle sich mit Stimmen der AfD wählen lassen. Dieser Verdacht haftet nun ihrem eigenen Mann an.

      taz.de/Landratswah...marschen/!5991368/

  • Was einem viel mehr zu denken geben müsste ist, die Stille aus der CDU! Welche falsche Individuen sind da am Werk, die es noch nicht mal für wichtig erachtet haben jemandem wie Günther zur Seite zu springen. Bei Lanz gab es nachdem Günther zu Gast war zwei Sendungen. Die erste war mit von Storch von der AgD und die zweite Sendung mit dem Generalsekretär Martin Huber von der CSU. Was die zu Günther gesagt haben lässt tief blicken, die haben so getan als wenn die überhaupt eine Ahnung gehabt hätten worüber sie reden, obwohl die Sendung in der Mediathek jeder selbst diese sich anschauen kann. Das Gegenteil war der Fall die hatten keine Ahnung, absolut beschämend und selbst entlarvend, die hatten selbst Ihre Falschinformationen von irgendwelchen Konservativen dubiosen Medien oder Portale!

  • Die Armada aus Springer, NIUS, Compact und Co. hat er damit ja gut getriggert.

  • Dass Daniel Günther der bessere Kanzler wäre, war für mich schon vor der Wahl klar. Allerdings würde ich ihn schon ganz gern bei uns hier im Norden behalten, auch wenn ich noch nie CDU gewählt habe.

  • Die einfache Antwort heißt:



    BIG TECH MUSS WEG.



    bigtechmussweg.de/



    und



    TAX THE RICH.



    www.taxmenow.eu/

    Die überreichen Techoligarchen in Ost und West, Nord und Süd haben das Internet und damit die Medienlandschaft und der Menungsbildungslandschaft monopolisiert und macht noch dazu gemeinsame Sache mit Autokraten.

    Demokratie dürfen wir (Demokraten:innen) auch ruhig mal vor Autokraten schützen - das ist möglich in einer Noch-Demokratie.

    • @Nilsson Samuelsson:

      Sie glauben das in der reinen Form wirklich, oder? Dann aber bitte das Tablet oder den PC, den Sie für den Kommentar genutzt haben, sofort ausschalten und umweltgerecht entsorgen. Oder wollen Sie etwa Big-Tech-Produkte nutzen?

      • @Nachtsonne:

        Linux ist nicht Big Tech.

        Und Whataboutism ist fehl am Platz. Wie wäre es stattdessen "Small Tech" zu unterstützen? Mit eigener Chipproduktion und Rohstoffen, die nicht durch Kinderhände abgebaut wurden, sondern durch Tarifarbeit? Sowas in die Wege leiten statt mit dem Finger zu zeigen.

    • @Nilsson Samuelsson:

      Ein bisschen schlicht...

    • @Nilsson Samuelsson:

      Meine Meinung dazu:



      TAX THE RICH. --- Ja.



      BIG TECH MUSS WEG. --- Nein.

      • @Aurego:

        Sehe ich auch so. US Big Tech (und China Big Tech auch...) muss nicht weg, sondern nur weg aus den Bereichen, die besonders geschützt gehören. U.a. aus den Verwaltungen. SH geht den richtigen Weg.

      • @Aurego:

        Doch! Big Tech muss auch weg, je schneller desto besser.

  • Daniel Günther ist, wie die Kommentatorin treffend festgestellt hat, ein wahrer Demokrat. Ein Mensch, der aus seinem Glauben Haltung und Kraft schöpft, sich rechter Hetze und Spaltungsabsichten von rechts entgegen zu stellen. Ich finde, das muss man angesichts der gegenwärtigen Entwicklungen in unserer Gesellschaft sowie auch in seiner Partei, der CDU, hoch anerkennen, auch wenn man in seinen Ansichten viel weiter links stehen mag. Ich würde mir wünschen, dass die CDU diesen Mann als nächsten Kanzlerkandidaten aufstellt, was vermutlich nicht passieren wird.

  • "Er selbst hat am Folgetag erklärt, dass sich sein Ja auf ein Verbot von Social Media für Jüngere bezog."



    Das hat er sogar direkt nach seiner "Ja-Antwort" erklärt.



    Hat sich das denn niemand, inkl. Fr. Geisslinger, mal angesehen?

    • @Spiritus:

      Ich habe mir die Sendung im Nachhinein angesehen. Er meinte ganz klar die unter Sechzehnjährigen. Nur hat man bei Nius diese Erklärung weggelassen.

  • Er wäre wohl ein Kanzler gewesen, der unser Land beherzt, mit Mehrheit hinter sich und mit Richtung vorangebracht hätte (und nach rechts geblinkt hat er auch ausreichend, ja).

    Die Union sollte ihren Stimmenkönig zeitig als Merz' Nachfolger ins Amt bringen. Kurz vor der Wahl wäre dafür arg spät.

  • Aram Ockert , Autor*in ,

    Wenn Daniel Günther sagt, Demokratie zu schützen sei nicht nur Aufgabe der Politik, sondern ihre Hauptaufgabe, und zugleich fordert, alle zivilen Organisationen und auch die Medien müssten sich zur Demokratie bekennen und bestimmten „Qualitätskriterien“ genügen, dann verschiebt er den Begriff demokratischer Freiheit in Richtung einer normierten Wahrheitspflicht. Er fordert keine offene Zensur, aber er formuliert einen Rahmen, in dem Meinungsäußerung nur noch als legitim gilt, wenn sie zuvor bestimmte inhaltliche Bedingungen erfüllt.

    Zentral ist dabei nicht, dass er Pressefreiheit und Meinungsfreiheit formal bejaht. Entscheidend ist, wie er sie funktional einschränkt. Er sagt: Wer Einfluss hat, müsse Qualitätskriterien einhalten. Damit wird Freiheit nicht mehr als offener Raum verstanden, sondern als etwas, das sich durch Konformität rechtfertigen muss. Freiheit steht nicht mehr voraus, sondern wird an Voraussetzungen gebunden.

    Günther verbindet Meinungsäußerung unmittelbar mit Wahrheitsansprüchen. Er fragt, ob Journalisten noch eine zweite Quelle prüfen, ob sie „wahrhaft berichten“ oder „Meinungsmache“ betreiben. Damit verschiebt sich der Maßstab.

    • @Aram Ockert:

      Freiheit kann es immer nur im regulierten Raum geben. Nur wenn alle sich den gleichen Regen (Qualitätskriterien) unterwerfen, können sie wirklich frei agieren!

    • @Aram Ockert:

      Journalisten sollten selbstverständlich eine zweite Quelle zu prüfen, so ein bisschen Qualität wird man ja wohl noch erwarten dürfen. Und eine Meinungsäußerung sollte sich immer mit Wahrheitsansprüchen verbinden, das erwarte ich nicht nur von Journalisten, sondern von jedem im Rahmen seiner intellektuellen Möglichkeiten.

    • @Aram Ockert:

      "Wer Einfluss hat, müsse Qualitätskriterien einhalten. Damit wird Freiheit nicht mehr als offener Raum verstanden, sondern als etwas, das sich durch Konformität rechtfertigen muss. "

      Genau das ist die falsche Richtung. Selbstredend muss jede*r gewisse Qualitätskriterien erfüllen, der sich öffentlich äußert. Lügen, falsche Hinweise, Hetze, Beleidigungen - das sind alles Ausschlußkriterien, die zwingend zu beachten sind. Das hat mit "Freiheitseinschränkung" nichts, gar nichts zu tun.

    • @Aram Ockert:

      Was für einen komischer Freiheitsbegriff von Demokratie sie haben. Es gibt keine grenzenlose demokratische Freiheit, meine demokratische Freiheit endet da, wo ich mit meiner gelebten demokratischen Freiheit, die demokratische Freiheit der anderen einschränke. Einfach mal darüber nachdenken was ich geschrieben habe. Natürlich kennt die Meinungsäußerung einen Rahmen, spätestens wenn diese Meinungsäußerung mit den StGB im Konflikt gerät, spätestens dann wissen sie was ich meine. Eine Gesellschaft kann überhaupt nur dann bestehen und funktionieren wenn ein Rahmen vorhanden ist, wenn die Wahrheit und die Lüge keine Rolle mehr spielen weil diese beliebig und austauschbar sind, dann viel Spaß dabei.

    • @Aram Ockert:

      "Günther verbindet Meinungsäußerung unmittelbar mit Wahrheitsansprüchen."



      Das halte ich für eine Zuspitzung. Günther hat, wie Melanie Ammann in ihrer unmittelbaren Replik in der Sendung das völlig richtig einordnete, nur sein Unbehagen über eine Entwicklung geäußert, in der zunehmend faktenfrei oder sogar faktenwidrig berichtet wird. Er hat dann - nämlich als normativen Anspruch an die Medien selbst - die Forderung/Erwartung geäußert, dass Qualitätsfragen stärker thematisiert werden müssten. Nun kann man natürlich darüber streiten, ob die Medien das nicht bisher schon tun und ob sie es in ausreichendem Maße tun: Entscheidend ist aber, dass Günther diesen Befund eben nicht mit staatlichen Regulierungsforderungen verband. O-Ton Ammann: "Sie haben ja, wenn man ehrlich ist, auch kein anderes System im Sinne". Das ist völlig korrekt! Unzulässig ist dagegen die Verknüpfung dieser Äußerung Günthers mit dem von ihm tatsächlich gewünschten Social Media-Verbot für Jugendliche.

    • @Aram Ockert:

      Der Maßstab verschiebt sich überhaupt nicht, denn die Forderungen, die Daniel Günther stellt, sind tatsächlich Grundlage einer freien und demokratischen Medienarbeit in West-Deutschland seit vielen Jahrzehnten. Hass und Hetze sind keine Meinung, und zur Meinungsfreiheit gehört das Recht auf Widerspruch. In diesem Rahmen bewegt(e) sich in Deutschland Berichterstattung, von Boulevard-Blättern mit großen Buchstaben und unwesentlichen Erscheinungen an den politisch extremen Rändern einmal abgesehen. Dass vor allem die Medien der Rechtsextremen und Rechtspopulisten seit mehreren Jahren versuchen, diesen Konsens zu zerstören, ist offensichtlich. Auf ihren Zug sollte man nicht aufspringen. Auch hier hat Daniel Günther völlig Recht.

    • @Aram Ockert:

      "Freiheit steht nicht mehr voraus, sondern wird an Voraussetzungen gebunden." War und soll das nicht immer so sein? Mal abgesehen, dass für Journalismus auch das Strafrecht und Zivilrecht einschlägig ist (Verleumdung, Recht am eigenen Bild, etc.). Ist das wirklich zu viel verlangt von Journalisten zu verlangen, dass sie sich der Wahrhaftigkeit verpflichten und nicht dem Bullshit? Ich klage doch auch nicht über Eingriffe in die Wissenschaftsfreiheit, weil mich meine Profession zu zwingt, ethische Kriterien einzuhalten, Daten nach besten Gewissen und Wissen auszuwerten. Wer ein Problem mit Wahrhaftigkeit hat, ist im Journalismus falsch aufgehoben, und da steht die Politik auch durchaus in der Pflicht wehrhaft zu agieren.

  • Die Onlinemedien sollten sich mal an ihre eigene Nase fassen. In dem einen wird man darauf hingewiesen, dass man seinen Kommentar dem eigentlichen Thema widmen soll, in dem anderen erscheint er erst gar nicht. Wobei da oft der Eindruck zurückbleibt, dass man wohl zu differenziert nachgedacht hat und mehr "Schablonendenke" gefragt ist.

  • Gute, treffende Zusammenfassung / Darstellung.

  • >Ohne zu erklären, was er mit „das“ meint. „Ja“, sagt Günther, ohne es seinerseits zu präzisieren. <

    Sagt das ZDF, Lanz und Günther. Steht so in der Mediathek. Nius behauptet, dass da entscheidende Passagen herausgeschnitten worden sind um die Aussage zu verfremden. (www.nius.de/analys...r-nius-propaganda)

    Es würde mich schon interessieren wie es wirklich war. Was Lanz zu Nius wirklich gefragt hat und was Günther wirklich geantwortet hat.

    Weiter würde mich interessieren, ob der in der Mediathek abrufbare Ausschnitt - wie Nius behauptet - "bearbeitet" worden ist.

  • Herr Günther ist einer der Besten, die die CDU hat, und ich stimme seinen Äußerungen in vollem Umfang zu. Der Shitstorm gegen ihn ist so erwartbar wie falsch. Der Mann hat als einer der wenigen nicht nur in seiner Partei, sondern in der deutschen Politik insgesamt, die immense Gefahr begriffen, die von Manipulationen durch soziale Medien tatsächlich ausgeht. Wenn die CDU von Leuten wie Günther geführt würde, wäre sie mir wesentlich sympathischer.

  • Ich glaube, dass ein Social Media Verbot für Jugendliche wie in Australien auch hier eine demokratieförderliche Wirkung hätte. Der Bundesbeauftragte für Gesundheit Streeck hat ja auch dchon dafür geworben; zurecht, denn die süchtigmachenden Plattformen schmälern Leistung und Gesundheit.

  • Minutenlang spricht der Mann nur über Nius, über die angebliche Kampagne gegen Frauke Brosius-Gersdorf, bezeichnet dessen Berichterstattung „faktenfrei“, ohne auch nur einen Beleg, der über eine Meinungsäußerung hinausgeht, zu liefern.

    Anschließen, bis dahin ist von sozialen Medien oder gar Jugendschutz mit keinem Wort die Rede, wird er wortwörtlich von Lanz gefragt:



    „Sie wollen das regulieren, zensieren, verbieten?“

    Und darauf antwortet er ohne Zögern mit "Ja".

    Da kann man schon mal auf die Idee kommen, daß er mit Nius ein regierungskritisches Medieum zensieren oder verbieten will. Der Mann hat sich unbeabsichtigt selbst entlarvt.

    • @Don Geraldo:

      Kontext: Günther hat unmittelbar nach seinem "Ja" direkt auf Social Media hingewiesen, um zu erläutern, wo er Handlungsbedarf sieht. Eigentlich nicht misszuverstehen. Dass Nius seiner Auffassung nach faktenfrei berichtet, kam erst danach. Er hat auch vorher nicht "minutenlang" über Nius gesprochen, sondern allgemein über den Einfluss von Social Media auf die Medien, die Öffentlichkeit und die politischen Akteure, und dass hier eben teilweise Gegner der Demokratie am Werk sind, gegen die man sich als Gesellschaft wehren müsse. Ich sehe da jetzt nichts, was faktisch falsch wäre. Das Zitat von Lanz haben wiederum Sie verkürzt: "... notfalls zensieren und im Extremfall sogar verbieten". Was diesen Extremfall ausmacht, ist nicht weiter erörtert worden, aber daraus abzuleiten, er wolle ein Verbot von Nius, ist schon eine sehr kühne Deutung.

    • @Don Geraldo:

      Wer "NIUS" als "regierungskritisches Medium" adelt, entlarvt sich eher.

  • Wundert mich nicht, dass Daniel Günther als „wehrhafter Demokrat“ bezeichnet wird, obwohl es in der Republik weit und breit keineN gibt, der sich für eine Demokratie stark macht. Die semantische Verschiebung der Begriffe ist nicht mehr aus der Sprache und nicht mehr aus den Köpfen zu kriegen, obwohl „Demokratie“ ursprünglich für etwas ganz anderes stand als „Republik“.

    Die Vielzahl der Medien ist nicht erst seit dem Aufkommen der Sozialen Medien eine Herausforderung für die öffentliche Meinungsbildung. Vom Pomp der Eliten und Marktschreier, über Druckerzeugnisse und elektronische Massenmedien, bis hin zur digitalen Kommunikation nehmen in „modernen“ Gesellschaften die (technischen) Möglichkeiten zu und werden verfügbarer. Kommuniziert wurde und wird immer mit mehr oder weniger offensichtlichen Absichten der Manipulation. Eine neutrale Kommunikation kann es nicht geben. Was wackelt, ist die Fähigkeit öffentliche Narrative zu dominieren. Die neue Vielfalt ist eine Herausforderung für die Legitimation der (Selbst-)Steuerung jeder sozialen Aggregation, aber besonders für elitäre Herrschaftsformen wie einer Republik.

  • Nius qualitätsfern. Nett gesagt.

  • Wenn Günther davon spricht, Medien "regulieren" zu wollen wobei er sich ausdrücklich auf Nius u.A. bezieht, dann ist dies der Einstieg in die Zensur. Und Journalismus zu fördern ist nicht Aufgabe des Staates. Ich glaube auch, daß bestimmte Portale und Medien mit den Fakten teils sehr kreativ umgehen, aber zum einen wird niemand gezwungen, die zu lesen, sich anzuschauen oder zu hören, dies geschieht das auf allen Außenseiten des politischen Spektrums. Zum anderen gehört es zum Wesen der Demokratie, daß der Mensch sich äußern darf. Falls dies anderen nicht gefällt, ist das nicht das Problem des Senders, sondern des Empfängers. Und falls sich da jemand strafbar machen sollte, ist dies Sache der Justiz. Wobei ich hier in den Jahren seit Corona einen teils sehr geifernden Verfolgungsdrang beobachte, der von den diversen Meldestellen (allein deren Existenz ich schon besorgniserregend finde, für mich sind das digitale Blockwarte) gut gefüttert und befeuert wird. Und der § 188 gehört abgeschafft; hier wird eine Klassenjustiz befördert.

  • Der heutigen CDU ist Daniel Günther doch nicht mehr rechtspopulistisch genug. Die ganze Politik ist derart nach rechts gerückt, dass der Mann bei der SPD besser aufgehoben wäre. Für mich ist er das Beispiel, wie Politik parteiübergreifend akzeptiert werden kann. Als Linkswähler sind mir Günthers Ansichten häufig zu konservativ aber in einem Rahmen, der für mich diskutabel und demokratisch verträglich ist.



    Von seiner Parteizugehörigkeit mal abgesehen, spricht der Mann inhaltlich in meinen Augen den Knackpunkt der heutigen Zeit an. Wieso nicht alle , also wirklich ALLE demokratischen Parteien seinen Vorstoß unterstützen, ist mir ein Rätsel. Die AfD ist eine Social Media Partei. Wissenschaftliche, logische und rationale Argumente weichen dem emotionalen Empörungsreflex und es werden nur noch große negative Gefühle bedient. Wenn wir die Techkonzerne nicht massiv reglementieren, sind Wahlausgänge den Algorithmen dieser Konzerne überlassen. Ich habe bei 9/10 Aussagen, die derzeit aus der Union kommen, den einfachen Impuls auszuwandern. 1/10 Günther 9/10 Merz, Reiche, Söder, Dobrindt und die anderen Ottos

  • "Eine Aussage wird aus dem Zusammenhang gerissen, skandalisiert und durch sämtliche Kanäle gejagt, ..."



    Ja, das kommt leider öfter vor. Zuletzt beim "Stadtbild" oder den "kleinen Paschas".

    • @Schalamow:

      Oh, da werde ich neugierig. Führen Sie doch bitte aus, in welchem diskriminierungsunverdächtigen Kontext die Äußerung "kleine Paschas" Ihrer Auffassung nach gefallen ist. Danke.

  • Ich verstehe einfach nicht, dass ausgebildete, ernsthafte Journalist:innen, die sich den Pressestandards verpflichtet fühlen, sich nicht viel dezidierter von den Krawallmedien distanzieren, denn diese machen doch die Bedeutung von faktenbasiertem Journalismus und das Vertrauen in ihn kaputt.

  • Was Aurego zum Verhalten von Lanz schreibt, möchte ich hier noch zuspitzen: Was Lanz in seiner Talkshow betreibt, ist kein Journalismus, es ist noch nicht einmal ein Talk. Einziges Ziel dieser Art von Sendung ist es, den Befragten mit sich selbst in Widerspruch zu bringen. Das ist aber weder aufklärerisch noch investigativ, sondern einfach niederträchtig. Das sollte bei der Diskussion dieser Art von Shitstorms unbedingt mit analysiert und entsprechend kritisiert werden.

    • @kaleko:

      "Einziges Ziel dieser Art von Sendung ist es, den Befragten mit sich selbst in Widerspruch zu bringen. Das ist aber weder aufklärerisch noch investigativ, sondern einfach niederträchtig." So, so. Dann wäre Sokrates also auch ein niederträchtiger Anti-Aufklärer gewesen? Leute auf ihren inneren Widersprüche festzunageln ist im Gegenteil im höchsten Grade aufklärerisch. Gerade wenn es wehtut.

  • Was "faktenfrei" ist, entscheide ich zum Glück immer noch selbst. Dafür brauche ich Herrn Günther nicht.



    Nius ist für mich so ein bißerl wie die Zeitung mit dem großen B-, was ist denn mit der..?



    Außerdem verstehe ich nicht, warum Leutz wie der Günther nicht zu den Grünen gehen. Das würde doch 100 % tig passen..! Töpfer, Merkel, Günther, OvB, alles Grüne..



    Dann wäre die Union wieder Union, und Grüne würden Grüne wählhlen..



    Hat nur die AfD gestärkt, diese Übernahme der Union durch die Grünen.



    FJS hat seinserseits gemeint, dass es "rechts" neben ihm nichts geben dürfte. Warum hat man das nicht beibehalten..?



    FSJ war mir wesentlich angenehmer als der heutige rechte Rand..!

    • @Rasmuss:

      Nee, was „faktenfrei“ ist, bestimmen nur die Fakten oder die Abwesenheit derselben. Für die etwas einfacher Gestrickten: Eins und eins sind nunmal zwei, nicht eins und nicht drei.

      • @Flix:

        Pressefreiheit bedeutet beliebig schreiben zu können - solange es nicht strafbar ist. Abgesehen davon gibt es den strengen Beweis nur in der Mathematik. Das reale Leben erfordert Grautöne mit denen Einfachgestrickte häufiger überfordert sind.

  • Herr Günthers Aussagen waren eindeutig grenzwertig in Bezug auf einige unapptetliche Nachrichtenkanäle. Ein Blick in das Grundgesetz genügt: "Artikel 5, Absatz 1", Eine Zensur findet nicht statt". Jedes Medium darf so schlecht oder so gut sein wie es beliebt, die Grenze ist das Strafgesetzbuch. Es obliegt dem Staatsbürger damit geeignet umzugehen. Erschreckend, wie nicht Wenige getrieben von kurzfristigen politischen Interessen daran rütteln, besonders wenn es von einem Ministerpräsidenten kommt. Herrn Lanz war dieses Erschrecken unmittelbar anzusehen. Das SoMe-Verbot für U16 ist eine andere Fragestellung.

  • ..Seine Positionierung ist ein frisches Lüftchen von der Kieler Förde, das wir gut gebrauchen können..



    Mehr Luft! Sturm wäre auch nicht schlecht!

  • Ich fordere an der Stelle mal ein Social Media Verbot für die Generation 60+.



    Das deutsche Politiker zunehmend dünnhäutiger reagieren und sich die reine Hofberichterstattung handverlesener Claqueure zurückwünschen, nehme ich als positives Zeichen. Jemand wie Herr Günter entscheidet nicht welche Formen des Journalismus erlaubt und qualitativ hochwertig sind und welche nicht. Die ganze Denke erinnert wie so oft in letzter Zeit an den Stil des Politbüros.

    • @Šarru-kīnu:

      Da braucht es kein Verbot. Jeder vernünftige Mensch lässt ohnehin die Finger von diesem Mist.

  • Warum nur fängt die Politik nicht endlich an, sich selbst von fb, X und diesen anderen Plattformen zu verabschieden? Ministerien kommunizieren mit dem Wahlvolk via fb-Fanpage, Minister hauen permanent via X Kommentare an das vermeintliche Volk hinaus.

    Wenn sie selber diese Plattformen verliessen, könnte das doch eine Signalwirkung haben oder liege ich da falsch?

    • @Grenzgänger:

      Ich sehe das Dilemma an mir selber (einige andere vielleicht auch): wer nicht postet, ist medial nicht mehr/weniger präsent. Übrig bleiben dann die anderen, die sich keinen Deut um was auch immer scheren, aber fleißig im Posten sind. :-(

  • Als NICHT-CDU-Wähler schätze ich Herrn Günther und bin froh, daß es nicht nur Populisten in Schwarz gibt. Er hat vollkommen Recht. Alles, was die Demokratie abschaffen will, verstößt gegen das Grundgesetz und muss verboten werden. Wie wollen wir die neuen Nationalsozialisten aufhalten, wenn sie medial machen können, was sie wollen. Es muß ein Stoppschild her und zwar zeitnah. An den medialen Reaktionen von rechts sieht man, wie gefährlich die Lage ist.

  • Unglaubliche Zustände was sich bei uns abzeichnet, das was Daniel Günther gesagt hat, ist genau das was wir brauchen eine Regulierung von den asozialen Medien, bezogen auf den Jugendschutz, nichts anderes hat Günther gesagt. Daniel Günther hat zu keiner Zeit die Meinungsfreiheit in Frage gestellt, was aber nicht nur die rechten Medien wie NIUS daraus gemacht haben, so eine Verdrehung und Manipulation der Aussage von Günther ist eine Schweinerei sondersgleichen, und betätigt genau den Kern der Aussage von Günther!

  • Ich habe Daniel Günther bei Lanz gesehen und es hat mich erschreckt, dass er Dinge verbieten will. Es ist ein Unterschied ob man in den Medien die Diffamierung einzelner Personen unterbinden will, oder ob man Aussagen über Gott und die Welt verbieten will. Spätestens seit Corona wissen wir, dass es mehrere Meinungen geben dürfen muss. Und unter 16jährigen gleich alle Medien verbieten zu wollen hat mit schon bei den Australiern empört.

  • Ach hätten csdU und auch sPD nur mehr solche Leute mit Charakter!!!

  • Die Darstellung im Kommentar ist nicht korrekt, Günther habe auf die Frage nach Zensur mit Ja geantwortet, "ohne es seinerseits zu präzisieren". Nur "aus dem Gesamtkontext" und in "Kenntnis von Günthers Positionen" lasse sich schließen, dass er kein Zensurbefürworter sei.



    Tatsächlich hat er ausführlich geantwortet. Die Version mit einem einfachen Günther-Ja ist eine von Nuis zusammengeschnittene Fassung, die ihm Zensur von unliebsamen Meinungen unterstellen soll. Nuis und AfD waren an anderen Stellen Themen des Gesprächs.



    Im Wortlaut:



    Markus Lanz (Moderator):



    „Was Sie jetzt sagen, heißt im Grunde: Wir müssen das regulieren. Wir müssen notfalls zensieren. Und im Extremfall sogar verbieten.“



    Daniel Günther: „Ja! …"



    Markus Lanz: "...darüber reden wir also..."



    Daniel Günther: "...Wir reden darüber, also Social Media darf bis 16-Jährigen nicht mehr zugänglich gemacht werden. Und da brauchen wir eine Zusammenarbeit und Unterstützung auch mit diesen Unternehmen – ähnlich wie Australien das gemacht hat – um unsere Jugend zu schützen vor Desinformation, vor sexuellen Übergriffen. [...] Wir lassen zu, dass unsere 10-, 12-, 13-, 14-jährigen Kinder und Jugendlichen infiltriert werden (usw)."

    • @Mutashail:

      Vielen Dank das sie das Gespräch transkriebiert haben, aber selbst das hilft den hoffnungslosen die damit geistig völlig überfordert sind und das einfach nicht verstehen können oder wollen, ( wie ein Tag später bei Lanz man sehr gut bei von Storch von der AgD das sehen konnte , als sie zu Günther gefragt wurde ), leider nicht viel weiter! Das ist der mangelnden Bildung geschuldet die politisch so gewollt ist, damit Politiker ein leichtes Spiel mit solchen einfältigen Individuen haben. Die mangelnde Bildung und jetzt kommt noch die asozialen Medien dazu, die wie ein Katalysator wirken, jetzt trägt das alles im Eiltempo seine Früchte!

  • Spätestens wenn Kubicki, Söder und „Nius“ ihre Gasblasen absondern weiß man, dass Günther nicht falsch liegt.



    Und dass das Internet und besonders die (a)sozialen Medien mittlerweile zur reinen Empörungsmaschine mutiert sind, das ist leider Fakt. So werden die Fähigkeiten zur nuancierten Diskussion völlig erstickt und letztendlich jeder Diskurs bewusst ausgehebelt, denn Demokratie ist lästig und geschäftsschädigend.

  • Danke. Ein wohltuend differenzierter Kommentar.

    Und D.G. hat Recht: Ständige faktenfreie Berichterstattung oder sogar Berichterstattung, die dauerhaft falsche Behauptungen aufstellt, sollten verbietbar sein.

  • Oder anders: Rede, Gegenrede, Diskurs! Es gibt konstruktive, destruktive und, wie in ihrem Fall, die klassischen pädagogischen Beiträge (nennt man gerne auch neunmalkluge Beiträge). Ihr Journalisten verdient sogar Geld damit. Ein Ereignis: Rede, Gegenrede, Diskurs! Es gibt konstruktive, destruktive, und.......



    Kurz: Auch Sie lenken vom eigentlichen Thema ab.

  • Irgendwie schon lustig: Nius beschwert sich, dass es als demokratiefeindlich diffamiert würde, und verfälscht im selben Beitrag durch sinnentstellenden Zusammenschnitt eine Aussage dieses Kritikers und verbreitet damit eine Lüge, die den Vorwurf der Demokratiefeindlichkeit bestätigt. Denn die Verbreitung von Lügen über die Politik beeinträchtigt das Urteilsvermögen der Konsumenten und gefährdet damit die Demokratie.

    Man kann also sagen: Genau diese Demokratiefeindlichkeit, die Nius mit seiner Kampagne betreibt, ist das, was Günther meint!

    Nius bestätigt mit seiner "Kritik" die Richtigkeit der von ihm kritisierten Aussage!

    Nius ist eben kein journalistisches Medium, sondern ein Propagandaorgan!

    Journalismus sind Tatsachenberichte und darauf aufbauende Meinungen.



    Propaganda sind Lügen und darauf aufbauende Meinungen.

    Lügen sind jedenfalls keine Meinungen, denn Meinungen sind subjektive Bewertungen von objektiven Tatsachen. Die Aussage, Günther hätte Zensur gefordert, ist aber keine subjektive Bewertung, sondern die Behauptung einer objektiven Tatsache, die aber falsch ist!

  • Daniel Günther ist einer der Besten, die die CDU hat. Und natürlich hat er recht, denn "freie Meinungsäußerung" ist es nicht mehr, wenn falsche Tatsachenbehauptungen in die Welt gesetzt oder Hassbotschaften verbreitet werden.



    Und wenn sich da irgendwelche Trottel echauffieren, ist es auch egal.

    Ganz nebenbei: Mir missfällt die Art und Weise, mit der Herr Lanz seine Gäste behandelt, seit geraumer Zeit. Noch weniger gefällt mir die unverschämte Angewohnheit, seine Gäste ständig zu unterbrechen und dauernd dazwischenzuplappern, ohne selbst etwas Substantielles zum Thema zu sagen. Ebenso kritikwürdig sind seine simplifizierenden und auf billige Schlagzeilen ausgelegte "Zusammenfassungen" und Überspitzungen komplexer Zusammenhänge. Die hauptsächliche Angst von Herrn Lanz scheint in letzter Zeit zu sein, dass irgendwer die Steuern für Gutverdiener erhöhen könnte. Kein Wunder, dass er sich davor fürchtet.

    • @Aurego:

      Aus dem Grund habe ich schon vor vier Jahren aufgehört, Lanz zu gucken. Er moderiert nicht, sondern möchte mit aller Gewalt mitdiskutieren, ohne was substanzielles sagen zu können. Hat sich anscheinend nicht viel geändert.

      Und Daniel Günther, mit ihm bin ich nicht oft einer Meinung, ich nehme ihn aber länger als positives CDU Mitglied war, das nicht jedem Geschrei hinterherläuft und nicht subtil nach links tritt.

    • @Aurego:

      Die Besteuerung von Gutverdienern war schon immer sein Reizthema. Früher auch, wenn etwas gegen Autos geäußert wurde, da ist er allerdings mittlerweile auf die E-Autoschiene umgeschwenkt.



      Insgesamt hat er mächtig nachgelassen, seine früher erfrischende Art einmal Kontra zu bieten und auch aggressiv nachzufragen ist mittlerweile oft zu reinem Selbstzweck verkommen und dient seltener der inhaltlichen Nachfrage oder dem Aufdecken von Dingen, die das gegenüber möglichst nicht direkt aussprechen wollte.

    • @Aurego:

      Schöner hätte man es nicht formulieren können

  • Genau diese Debatte (der Kommentar hier ist eine erfrischende Ausnahme) illustriert doch super einen Teil der Gemengelage von Problemen, die Günther vermutlich im Sinn hatte:

    Immer schneller, immer mehr Schnappatmung, sche*ss auf Reflektion und mal nen Moment innehalten, den ersten Impuls gleich raushauen, später kann man ja immer noch richtigstellen (auch wenn es dann niemanden mehr interessiert, der Schaden ist schon angerichtet) wenn der Presserat sich beschwert (oh Grusel Grusel!), immer gleich in Superlativen und Worst-Case-Szenarien denken. Und viel zu viel drauf geben, was bei dampfplaudernden Politik-Simulatoren (Talkshows und deren Hosts) irgendwer ge-/verplappert hat.

  • Daniel Günther hat alles richtig gemacht. Es beschweren sich hauptsächlich die die Tatsachen verdrehen.



    Witzig finde ich, dass man NIUS immer wieder mit Journalismus in Verbindung bringt. Das ist nun wirklich absurd.

  • Bei Günther hat man keine Zweifel daran, dass er auf dem Boden des Grundgesetzes steht. Bei etlichen anderen seiner Unionsfreunde bin ich mir da nicht so sicher, insbesondere scheinen nur sehr Wenige aus der Union es für notwendig zu befinden, öffentlich ihre Solidarität mit ihm zu bekunden. Die Option, mithilfe von Dreckschleudern wie NIUS, NZZ, Springer usw. eine Koalition mit den Faschisten der AfD zu bilden und eine revisionistische Agenda umzusetzen, möchte man sich wohl nicht verderben.

    • @Flix:

      Genau das!



      Auch wenn ich bei dem Thema nicht seiner Meinung bin (ich halte ein SoMe-Verbot für U16 für den ganz falschen Weg), bin ich richtig froh, dass es in diesem Land noch anständige Konservative gibt, die nicht dem rechtsextremen Mob hinterherlaufen und dabei die Axt an unsre Verfassung legen. Kein Wunder, dass gewisse Leute aus der CxU ihn nicht leiden können...

    • @Flix:

      NZZ eine Dreckschleuder? Wie meinen?



      Eine der wenigen Qualitätszeitungen in Europa. Rs ist ein Unterschied, ob ein Medium faktenfrei berichtet, oder ob Ihnen einfach die Meinung nicht passt

      • @Emmo:

        Sorry, meine Ansprüche an journalistische Qualität sind da wohl doch etwas höher. Vor dreißig Jahren konnte man in der NZZ durchaus einen differenzierten, externen Blick auf Deutschland finden, heute ist da nur noch extrem rechter Kampagnen-„Journalismus“.

  • Dann soll er doch erstmal seinen eigenen Account auf X löschen.

  • Die Reaktionen auf seine durchaus vernünftigen Aussagen bestätigen die Richtigkeit des Gesagten.

    • @nutzer:

      …anschließe mich - meinen Vorrednern •

      • @Lowandorder:

        Ps - für Mitbürger - die nich wie icke von dort - dem Hohen Norden -



        Wech sün: Kantig & Secht is Secht…



        So sinse!



        &



        ‚N kölschen Schwaadlapp zB würde



        Mit - “Ja wie? Verbot?…da han ich ja schon vor drei Wochen mal über nachdenken wollen!“



        Den - öh Diskurs eröffnet & de Lanz jebrochen! 🙀🧐🥳

        • @Lowandorder:

          Wer zu Lanz geht, sollte wissen, wohin er geht. Wer auf ein Oder..., oder..., oder - Frage mit "„Ja" antwortet, ist ungeschickt. Daniel Günther - ein heuriger Hase.