Neuer Roman von Ben Lerner Transatlantisches Elysium Ben Lerners neuer Roman gilt hierzulande bereits als Meisterwerk. Vor allem ist er jedoch eine Versicherung, dass man Amerika nicht aufgeben darf. Von Yannic Walter 24.5.2026
Westend Verlag längst nicht mehr links Autoren distanzieren sich vom Verlagshaus Etwa 30 Autoren wollen dem Westend Verlag den Rücken kehren, darunter tazler und Gregor Gysi. Sie werfen dem Haus eine ideologische Kehrtwende vor. 22.5.2026
Geschichte der Ketzer Die Brüder von Jesus Christus Der Siegeszug des Christentums als Weltreligion war in seinen Anfängen geprägt von Unterdrückung und Ausgrenzung seiner Konkurrenten. Von Edith Kresta 24.5.2026
Roman über die Zeit von Aids Erschrocken über das eigene Überleben Eine ausgelassene Feier in Berlin, dann Aids – nur der Erzähler überlebt die Epidemie: Hans Pleschinskis Schicksalsroman „Bildnis eines Unsichtbaren“. Von Thomas Sparr 23.5.2026
Booker Prize an Autorin Yang Shuang-zi „Unsere Zwei“ gehen leer aus Mit Yang Shuang-zi und „Taiwan Travelogue“ geht der Booker Prize 2026 erstmals an einen auf Mandarin verfassten Roman. Nominiert waren auch zwei deutsche Autor:innen. Von Julia Hubernagel 20.5.2026
Schwarze Autorin über die Nachkriegszeit „Ich wurde regelmäßig auf der Straße beschimpft“ Marion Kraft wuchs als Schwarzes Kind im rassistischen Nachkriegsdeutschland auf. Jetzt liegt ihr biografisch inspiriertes Romandebüt vor. Interview von Petra Schellen 20.5.2026
Roman von Johann Reißer In einem schönen Schwarzwaldtal Wo heute Rheinmetall Kanonen fertigt: Johann Reißer nimmt in „Pulver“ auf mitreißende Weise die Anfänge der deutschen Rüstungsindustrie in den Blick. Von Julia Hubernagel 17.5.2026
Teil 4 der Reihe zum 100. Geburtstag Foucault und das „kälteste aller kalten Ungeheuer“ Staatliche Institutionen gelten Foucault einseitig als Orte disziplinarischer Macht. Angesichts der neoliberalen Globalisierung ist das problematisch. Von Julian Nicolai Hofmann 15.5.2026
Sachbücher über Opfer Schmerz und Handlungsmacht Opferkult oder neue Härte? Zwei Sachbuchautorinnen betrachten aus verschiedenen Perspektiven den Umgang mit verwundbaren und verwundeten Menschen. Von Renate Kraft 19.5.2026
Beisetzung der RAF-Terroristin Die vielen Beerdigungen der Ulrike Meinhof Vor 50 Jahren wurde Meinhof beigesetzt, ihr Gehirn erst 25 Jahre später. In der Zwischenzeit versuchten Männer zu ergründen, was in ihrem Kopf vor sich ging. Von Londa Valja Rathgeb 14.5.2026
Debatten um den Friedenspreisträger Was treibt Boualem Sansal? Hat sich Boualem Sansal, der Kämpfer gegen Diktatur und autoritäre Religion, den Rechten zugewandt? Auf Fragen der taz antwortet der Autor per Mail. Von Reiner Wandler 12.5.2026
Ein düsterer Blick auf die Geschichte Die Männer, die das 20. Jahrhundert abschaffen wollen Armin Thurnher geht in seinem Buch „Unsternstunden der Menschheit“ der Frage nach, „wie die Welt unerträglich wurde“. Von Gerrit ter Horst 9.5.2026
Lara Rüter schreibt über „Affenliebe“ Die zwei Cousinen Rührung und Berührung Eine Dichterin unter Affen: Lara Rüters poetische Annäherung an Primaten vor und hinter Käfigstäben, „Affenliebe“. Von Marielle Kreienborg 9.5.2026
Buch über Haltung im Nahostkonflikt Wem steht Solidarität zu? Steffi Hentschke erzählt in „Manchmal würde ich gern schreien“ über ihr Ringen um die „richtige“ Haltung im Nahostkonflikt. Von Ulrich Gutmair 10.5.2026
Roman aus Japan „Die Fabrik“ Den Waldgeist bitte ignorieren Hiroko Oyamada beschreibt Arbeit als totalen Zustand in „Die Fabrik“. Was genau dort produziert wird, bleibt ebenso unklar wie der Sinn der Tätigkeiten. Von Verena Harzer 9.5.2026
Zwei Sachbücher zum Männlichkeitsdiskurs Furcht und Vorurteil Die Autorin Nicole List schreibt über „Angst vor Männern“, die Journalistin Eva Ladipo wirbt dafür, die Verlustängste und Wut der Männer zu ergründen. Von Nina Apin 12.5.2026
Geld für kleine Verlage Hamburg öffnet die Schatulle Weil sie zur Vielfalt von Meinungen und Perspektiven beitragen: Als erstes Bundesland fördert Hamburg die Arbeit kleiner Verlage. Von Alexander Diehl 5.5.2026
Russische Buchmesse in Berlin Mit Literatur gegen die „Schizo-Realität“ Die zweite Exil-Buchmesse für russischsprachige Literatur in Berlin war größer und bunter als die erste Ausgabe. Es wurde kontrovers diskutiert. Von Yelizaveta Landenberger 5.5.2026
Buch über das jüdische Erbe Halberstadts Es brauchte mehr als ein Ideal Wie wurde in der DDR und danach mit jüdischem Kulturerbe umgegangen? Philipp Graf versucht am Beispiel Halberstadts eine Antwort zu finden. Von Robert Mießner 7.5.2026
Neuer Roman von Birgit Birnbacher Mutter und Sohn sind im Spielen nicht gut Birgit Birnbacher schaut auch in ihrem neuen Roman dahin, wo zwischen Mensch und sozialen Strukturen Reibung entsteht: „Sie wollen uns erzählen“. Von Sophia Zessnik 6.5.2026