Referierende: Mina Ahadi, Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime

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Mina Ahadi, Jahrgang 1965, studierte Medizin im Iran und war aktiv in der linken Opposition gegen den Schah, bis sie das Land verlassen musste.

Als die Revolution im Iran scheiterte, Islamisten die Macht ergriffen und Chomeini den Kopftuchzwang anordnete, organisierte Mina Ahadi Protestaktionen und Demonstrationen. Als regimekritische politische Aktivistin durfte sie nicht mehr weiterstudieren; sie arbeitete deshalb in einer Fabrik. Ende 1980 durchsuchte die Geheimpolizei ihre Wohnung, während sie auf der Arbeit war. Dabei wurden ihr damaliger Mann sowie fünf Gäste festgenommen und kurz darauf hingerichtet. Mina Ahadi entkam. Nach einem Leben im Untergrund gelang ihr die Flucht nach Wien; seit 1996 lebt sie in Köln.
Sie ist Leitungsmitglied der Arbeiterkommunistischen Partei Irans, Gründungsmitglied des Internationalen Komitees gegen Steinigung, des Komitees gegen Todesstrafe und des Zentralrats der Exmuslime, deren Vorsitzende sie seit der jeweiligen Gründung ist.