Kommentar von Kaija Kutter
Darauf muss Schule sich einstellen: Jugendliche, die nach dem Haupt- oder Realschulabschluss eine Lehre beginnen, sind eine kleine Minderheit. Es ist kein Wunder, über Jahrzehnte wurden Schüler getrimmt, vergeblich Bewerbungen zu schreiben, um dann doch im Übergangssystem zu landen.
Ist Ihnen dieser Artikel etwas wert?
Die These des Schulsenators, viele Jugendliche suchten gar nicht erst mit 17 einen Ausbildungsplatz, ist so nicht belegt. Es ist gewiss auch kein Vergnügen, als „Verlierer“ ohne konkrete Perspektive in Übergangsmaßnahmen zu sitzen. Auch wenn diese mit Praktika kombiniert heute etwas sinnvoller sind. Dennoch kann es sein, dass Jugendliche auf die Ausbildungsplätze, die geboten werden, keine Lust haben. Nicht jeder Betrieb geht mit jungen Menschen gut um.
Der Senat kündigt an, künftig noch mehr Berufsorientierung noch früher in den Schulklassen zu verankern. Das hören wir schon seit Jahren. Vielleicht muss man anders denken. Wenn fast die Hälfte der Schulabgänger als nicht „reif“ für das gilt, was die Gesellschaft von ihnen erwartet, dann stimmt auch mit der Schule etwas nicht.
Vielleicht brauchen junge Menschen auch elf oder zwölf Jahre, um eine Ausbildung zu wählen und reif für diese Entscheidung zu sein. Wollen sie schon früher einsteigen, dann muss es wie versprochen Ausbildungsangebote geben.
Hamburgs SPD würde ihren Ex-Parteisprecher Bülent Ciftlik liebend gerne loswerden. Doch die Ausschlussgründe reichen offenbar nicht aus von Marco Carini

Multiresistente Keime haben sich in den Krankenhäusern in Bremen und Niedersachsen verdoppelt. von Jean-Philipp Baeck

Das Oldenburger Landesmuseum warnt vor den Umtrieben illegaler „Archäologen“ – und hat eine Ausstellung mit pädagogischer Mission auf die Beine gestellt: Statt der Raubgräberei zu frönen, soll die Bevölkerung Hand in Hand mit den Profis arbeiten von Henning Bleyl

Bond-Schurkin, Stil-Ikone, Musikerin: Das Gesamtkunstwerk Grace Jones hat Geburtstag.

David Beckham beendet seine Fußballer-Karriere. Wird er jetzt etwa Vollzeitpapa, Model oder Frührentner? Ach, uns fallen da noch ein paar andere Sachen ein...

Ein echt fieser Augapfel, ein Harley-Davidson-Skelett, Buddha hat Geburtstag und jede Menge Quallen. Unsere Bilder der Woche.

14 Jahre war Thomas Schaaf Trainer bei Werder Bremen – genug Zeit, seinen trockenen Humor in vielen Interviewantworten unter Beweis zu stellen.


Leserkommentare