Nicht Fabian Hambüchen, sondern Marcel Nguyen glänzt olympisch silbern! Schreiend und hüpfend feierte der Trainer und Vater von Danell Leyva seinen dritten Platz.von Daniel Heyd

76 medaillenlose Mehrkampfjahre sind vorbei: Nguyen beim Fliegen am Reck. Bild: reuters
Die Startbedingungen: Nach einer guten Qualifikation müssen die deutschen Turner Fabian Hambüchen und Marcel Nguyen im Finale des Einzel-Mehrkampfs bei den Disziplinen Boden, Pferdsprung, Barren, Pauschenpferd, Ringe und Reck ihren enormen Bizeps anspannen.
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Die Entscheidung: Die beiden Deutschen schwächeln zu Beginn, doch Nguyen steigert sich und kämpft sich spektakulär zurück. Am Reck zeigt er eine solide Leistung und am Barren ist er nahezu fehlerfrei. Am Ende gewinnt der Junge aus Unterhaching die Silbermedaille. Der Favorit aus Japan, Kohei Uchimura, ist richtig gut drauf. Er führt von Beginn an nach Punkten und am Ende hängt ihm zurecht Gold um den Hals. Bronze geht an den US-Amerikaner Danell Leyva.
Das Drama: Platz 15 - Nachdem Hambüchen nach dem Sprung elegant auf seinem Hintern landet, ist die Medaillenhoffnung im Mehrkampf für ihn dahin. Der 24-Jährige kann aber noch auf eine olympische Medaille im Reckfinale hoffen.
Die Schlussfolgerung: Marcel Nguyen beschert Deutschland nach 1936 endlich wieder eine Medaille im Mehrkampf. Der Sportsoldat kann seine Ausbeute sogar noch erweitern, er turnt noch in den Finals am Boden und Barren.
Und sonst? Bronzengewinner Danell Leyva wird von seinem Stiefvater trainiert und gefeiert. Dieser war den Wettkampf über so angespannt, dass er am beim Erreichen des dritten Platzes sogar die Fans überschrie und durch die Halle hüpfte.
Für Kaiserslautern wird's eng. Die Turn- und Sportgemeinschaft 1899 Hoffenheim e.V. hat das Relegationshinspiel gegen den FCK deutlich gewonnen.

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