Personenführung #118: Samba Gueye

Journalist und Musiker

Samba Gueye macht seit seiner Kindheit Musik, doch hat sich für seine berufliche Laufbahn einen anderen Weg ausgesucht: den Journalismus.

Bild: Ann-Kathrin Liedtke

Samba Gueye kennt wirklich jeden Wortwitz mit seinem Namen. Dabei hat dieser mit Tanz weniger zu tun, dagegen viel mehr mit Musik. Seit seiner Kindheit im bayerischen Alzenau begleitet sie ihn.

Von den senegalesischen Kinderliedern, die ihm sein Vater vorgesungen hat, bis hin zur Kinderrockband, die in einer ähnlichen Formation bis heute auftritt: Musik ist seine erste Liebe und er ist ihr bis heute treu geblieben. Seit sechs Jahren spielt er Gitarre, er spielt Bass, singt und schreibt seine eigenen Songs. Seinen eigenen Musikstil würde er als „akustische Blues- und Folkmusik“ beschreiben, jedenfalls kommt dies dem, was er macht am Nächsten. Aber eigentlich will er sich ungern auf ein Genre festlegen.

Obwohl Musik ein wichtiger Faktor in seinem Leben ist, hat er sich für seine berufliche Laufbahn einen anderen Weg ausgesucht: den Journalismus.

„Ich wollte etwas machen, wo ich meine Kreativität ausleben kann“, erklärt er. Wie ernst ihm das ist, zeigt seine Studienentscheidung. Seit letztem Jahr studiert er Onlinejournalismus in Darmstadt und im Rahmen eines Pflichtpraktikums hat es ihn nach Berlin verschlagen – zu taz.meinland.

Kreativität ausleben

Schon in der Schulzeit hat er die taz kennengelernt. Seine Politiklehrerin hat manchmal taz-Artikel vorgelegt. Der erste Kontakt zu seinem zukünftigen Arbeitgeber war sehr positiv: „Ich mag den Stil der taz, die Sprache, die Themen und die Haltung.“

Seit Februar arbeitet Samba Gueye nun bei taz.meinland und begleitet die Gruppe quer durch die Republik. Ob er eine Flüchtlingsfamilie im Crottendorf porträtiert oder Veranstaltungen in Flensburg und anderen Städten organisiert, Samba macht es gerne und tut noch viel mehr: Er schreibt Texte, schießt Fotos, legt Bildergalerien an, macht Umfragen und kümmert sich nebenbei noch um die Social-Media-Kanäle.

Er will viel lernen. Demnächst soll es zum Rundfunk und zu einigen Lokalzeitungen gehen. Aber erst mal bleibt er noch etwas bei taz.meinland.

Hier ist sein musikalisches Talent schon aufgefallen. Weshalb Samba Gueye beim taz.lab am 29. 04. mit seiner Gitarre zwei Auftritte haben wird. Dann kann das Publikum selbst herausfinden, was für Musik er macht.

Laila Oudray, taz-Autorin