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Sondierungsstopp in Berlin Wer hat Angst vorm Linksbündnis?

Erik Peter

Kommentar von

Erik Peter

Zwar sind die Sondierungen noch nicht abgebrochen. Doch SPD und Grüne haben in einem Maße eskaliert, dass ein Zusammenkommen kaum mehr möglich scheint.

M it der angekündigten Unterbrechung der Sondierungsgespräche in Berlin haben sich SPD und Grüne einer völlig entgrenzten rechten Kampagne gebeugt. Ihr Schritt ist eine Unterwerfungsgeste in Richtung all jener, die seit drei Wochen die Linkspartei zur größten Gefahr des Landes erklären. Und das in einer Zeit, in der die AfD in Sachsen-Anhalt die Machtübernahme anstrebt und ungeniert damit begonnen hat, die Demokratie zu schleifen. SPD und Grüne setzen damit aufs Spiel, worum es in Berlin auch geht: den Aufbau eines Gegenprojektes zum aufziehenden Faschismus.

Noch ist nicht alle Hoffnung verloren, dass der Rückzug nur ein taktischer ist und die Verhandlungen weitergehen können. Die Linke hat noch am Dienstagabend erklärt, weiter für Gespräche bereit zu stehen. Doch SPD und Grüne haben sich in eine Sackgasse manövriert, aus der sie nur schwerlich wieder herauskommen.

Denn die Linkspartei, die die Wahl mehr als deutlich gewonnen hat, ist beiden schon weit entgegengekommen und kann selbst ohne Gesichtsverlust kaum weitere Opfergaben leisten. Auch eine Alternative ist nicht in Sicht: Schwarz-Grün-Rot fehlt eine solide Mehrheit und eine Minderheitenregierung von Grünen und Linken findet ausschließlich in Teilen der SPD Zustimmung.

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Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten linken Meinungsspektrums.

So zu tun, als hätte die Linke das drohende Scheitern der Koalition selbst zu verantworten, ist eine Verdrehung der Tatsachen. Vor der dünnen Erklärung des Verhandlungsstopps durch SPD und Grüne hatten sich sämtliche Abgeordnete der Linkspartei auf eine Erklärung verständigt, die den Schutz jüdischen Lebens und das Existenzrecht Israels betont. Bei Verstößen kann ein Fraktionsausschluss erfolgen, sogar SPD und Grüne können einen solchen Mechanismus in Gang setzen – so ist es in der Einigung der Vorabsondierungsgespräche festgehalten. Eigentlich kann man nur fragen: Was wollt ihr eigentlich noch?

Emde hat sich zunächst gefügt

Die offensichtliche Antwort darauf ist eine Anmaßung. SPD und Grüne wollten, dass die Neuköllner Abgeordnete Vanessa Emde nicht in die Linksfraktion aufgenommen wird. Nun hat Emde sich tatsächlich bislang nicht durch eine gemäßigte, ausgleichende Positionierung im Nahostkonflikt hervorgetan, aber mit ihrer Unterschrift unter die Erklärung hat sie sich zunächst gefügt. Es gibt damit erst einmal keinen Grund, die direkt gewählte Abgeordnete nicht in die Fraktion aufzunehmen. Es sollte selbstverständlich sein, dass die Entscheidung darüber keine ist, die die Linke der SPD und den Grünen überlässt.

Dass die Ver­hand­le­r:in­nen der Linken die Zusage für Emdes Ausschluss gegeben haben, wird zwar geraunt, ist aber weder belegt noch wahrscheinlich. Viel spricht hingegen dafür, dass es vor allem eine Hoffnung von Grünen und SPD war, die womöglich in der Linken-Spitze geteilt wurde. Aber eine Zusage, dass die Mehrheit der Linksfraktion unabhängig von Emdes Verhalten für ihren Ausschluss votiert, konnten die Linken-Verhandler:innen seriös nicht geben.

Wahrscheinlicher ist ein anderes Szenario: Grüne und SPD trauen sich nicht, mit einer starken Linken und ihrem Festhalten an der Vergesellschaftung zu koalieren. Sie haben nicht nur Angst vor ihrer eigenen Courage und echter linker Politik, sondern vor allem auch vor dem Shitstorm, dem sie dann ausgesetzt sind. Die Causa Emde soll nun als Legende herhalten, warum eine Koalition nicht möglich sei.

Erik Peter

Erik Peter Politik | Berlin

Leiter der Berlin-Redaktion und Redakteur für parlamentarische und außerparlamentarische Politik in Berlin, für Krawall und Remmidemmi. Schreibt über soziale Bewegungen, Innenpolitik, Stadtentwicklung und alles, was sonst polarisiert. War zu hören im Podcast "Lokalrunde".
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89 Kommentare

  • Thutmerwe

    "Wer hat Angst vorm Linksbündnis?"

    Wenn ich nach einem anderen taz-Artikel gehe ( "Die Basis diskutiert den Austritt") nicht nur zumindest Teile von SPD und Grünen sondern ebenso auch der Linken selbst. Manche können offenbar nicht von der Macht und andere nicht von der Opposition lassen.

  • Josef 123

    "Die Linke hat noch am Dienstagabend erklärt, weiter für Gespräche bereit zu stehen. Doch SPD und Grüne haben sich in eine Sackgasse manövriert, aus der sie nur schwerlich wieder herauskommen.":

    Ist es nicht gerade andersrum? Die Linke will, soweit ich es verstanden habe, mit Unterstützung der anderen beiden regieren. Der Satz müsste m.M. nach lauten: "Die Linke hat sich in eine Sackgasse manövriert. SPD und Grüne haben erklärt, für weitere Gespräche bereit zu stehen."

  • DiMa

    Wenn man sich die entsprechenden Artikel in Tagesspiegel & Co. durchliest, dann scheint es vor ein paar Tagen irgendeine inoffizielle Absprache wegen Frau Emde gegeben haben.

    Wenn dem so gewesen sein sollte, dann kann die SPD schlichtweg nicht mehr weiter sondieren ohne intern ihr Gesicht zu verlieren.

  • Dorian Müller

    "Denn die Linkspartei, die die Wahl mehr als deutlich gewonnen hat, ist beiden schon weit entgegengekommen und kann selbst ohne Gesichtsverlust kaum weitere Opfergaben leisten."

    Ach, ist der Schutz jüdischen Lebens in Deutschland und eine Erklärung gegen Antisemitismus jetzt schone eine "Opfergabe" und ein "Gesichtsverlust" für Herrn Peters?

    Für mich ist das selbstverständlich, und ich frage mich, was a) Fraue Ende in der Fraktion bzw. einer möglichen Regierung will und b) warum die Linke zulassen will, dass Fraue Ende ganz alleine eine Rot-grün-rote Regierung unmöglich machen kann. Eine Trotzkistin, die eine permanente Weltrevolution sowie erklärtermaßen nicht regieren möchte und sich dem Entrismus, also dem Unterwandern gemäßigter linker Organisationen verschrieben hat, um diese entweder zur Revolution zu bewegen oder zu zerstören. Die Linke hat leider nichts aus dem Wagenknechtdesaster gelernt. Frau Ende wird permanent provozieren, bis die Koalitionspartner die Schnauze voll haben und bevor die Mietenkrise angegangen werden kann.

  • JK83

    Man darf es auch so nennen: Hier wird Symbolpolitik über das erhoben, was gut 25% der Wählerinnen in Berlin wichtig ist. Ich finde das fraglich und könnte mir vorstellen, dass das nochmal zum Bumerang wird. Denn diese Wählerinnen - und ich vermute auch weitere von SPD/Grünen - wollen bestimmt nicht, dass echter oder vermeintlicher Antisemitismus ihre Alltagssorgen aussticht.



    Das ist die Gefahr, wenn man so hart in die Symbolpolitik einsteigt. Das ist ein großes Risiko und wenn man es tut, dann sollte man von den besten lernen. Die sitzen momentan aber ganz rechts außen im Parlament oder neuerdings in der Mitte (in Sachsen Anhalt). Und auch gegen die gilt: Denen kommt man nur bei, wenn man politisch was bewegt, man gewinnt gegen die keinen Symbolkampf.

  • JK83

    Da absehbar ist - ja man schon mittendrin steckt - dass das hier auf ein "Schwarzer Peter" - Spiel hinausläuft, tut die Links gut daran, von sich aus wieder udn wieder Angebote zu machen, sich konstruktiv zu zeigen und ungenehme Einmischungen aus anderen Ländern oder dem Bund sachlich zurückzuweisen. Denn auch wenn die Koalition wohl nicht mehr zustande kommt, so wie das politische Spiel nun gespielt wird, wird es ihre Wählerschaft honorieren, dass sie wirklich am Politikwechsel gearbeitet haben, und dass es andere Parteien waren, die diesen hintertrieben haben. Das ist meine Meinung.

  • Nansen

    Die SPD tut alles, damit RGR nicht zustande kommt. Und Frau Giffey hat schon verlautbaren lassen, dass sie als Wirtschaftssenatorin weiter zur Verfügung stünde. Es sei ja noch viel zu tun...



    Nun denn SPD: Ab zur CDU und falls die Grünen nicht mit wollen, einfach die AfD anrufen. Die hat die gleichen Eigentumsvorstellungen und Antisemitismus gibt's da ja auch nicht.



    Prostata

    • Auweiowei

      @Nansen:

      Den letzten Aussagesatz meinen Sie wahrscheinlich ironisch (?).



      Ansonsten würde ich aber sagen:



      Das ist wohl wahr.

  • Sabine Hofmann-Stadtländer

    Wenn - ausgerechnet! - solche Figuren wie Steffen Krach in dem "Sondierungspoker" mitmischen, muss mit solchen Störmanövern gerechnet werden. Andererseits muss es sich die Linke schon zurechnen lassen, dass sie sich selbst durch teilweise ungeschicktes Handeln oder eine "Was-interessiert-mich-das"-Attitüde einzelner Akteur*innen in die Bredouille gebracht hat. Wie sie da wieder hinausfindet, dazu fehlt mir die Phantasie.

  • Jochen Laun

    Man kann der Linken nicht verdenken, dass sie selbst entscheiden möchte, wer ihrer Fraktion angehört. Man kann aber auch SPD und Grünen nicht verdenken, dass sie mit manchen Leuten halt nicht zusammenarbeiten möchten. Wenn es daran nun scheitert, ist das aus Sicht der linken Wählerschaft sicher bedauerlich. Aber: Es ist übertrieben, das Berliner Bündnis nun zu einem antifaschistischen Schutzwall gegen eine Machtergreifung durch die AFD hochzujazzen. Und es ist ermüdend, das drohende Scheitern mit dem tausendfach abgenudelten Oldie von der rechten Kampagne zu erklären.

  • Puky

    SPD und Grüne haben zusammen mehr Stimmen und Sitze als die Linke. Warum sollten sie keine selbstbewussten Forderungen stellen ?

  • Éljen a Magyar

    "Denn die Linkspartei, die die Wahl mehr als deutlich gewonnen hat, ist beiden schon weit entgegengekommen und kann selbst ohne Gesichtsverlust kaum weitere Opfergaben leisten."

    Gewonnen hat man eine Wahl erst, wenn man (als stärkste Fraktion) eine Mehrheit im Parlament zusammen bekommt und am Ende die Regierung führt.

    "Vor der dünnen Erklärung des Verhandlungsstopps durch SPD und Grüne hatten sich sämtliche Abgeordnete der Linkspartei auf eine Erklärung verständigt, die den Schutz jüdischen Lebens und das Existenzrecht Israels betont."

    Nur war das eben nicht die Erklärung, auf deren Wortlaut man sich in den Vor-Sondierungsgesprächen geeinigt hatte.

  • Demokrat

    Spd und grüne werden schon wieder angekrochen kommen.



    Das ist alles nur Schauspielerei.



    Es geht denen nur darum den Preis entsprechend hoch zu treiben.

  • Andreas J

    Das sind die scheiß Realos und Seeheimer, die in ihren Parteien das sagen haben.

  • whereischesgmt

    Foto am Wahlabend mit einem Hamas-Unterstützer, Stimmenfang bei Islamisten und wenn ich mir das Instagram-Profil aktuell von der anschaue, ist ihre Unterschrift unter dieser Erklärung wohl an Heuchelei nicht mehr zu überbieten. Darum sollte hier Kritik nicht nur berechtigt, sondern auch notwendig sein und Grüne und die SPD Koalitionsverhandlungen von solch unbelehrbaren Personen sehr wohl abhängig zu machen. Zu dieser Frag: "Eigentlich kann man nur fragen: Was wollt ihr eigentlich noch?" Bisschen mehr Glaubwürdigkeit, weniger Heuchelei und eine klare Abgrenzung von Terroristen vielleicht? Die Medien schlachten aus und pauschalisieren einen Antisemitismus-Vorwurf - richtig. Einen 3000km entfernten Konflikt, der eben nicht so schwarz-weiß betrachtet werden kann für einen Kommunal-Wahlkampf zu missbrauchen, um so bei Islamisten und "Terrorfans" auf Stimmenfang zu gehen ist zumindest trotzdem ebenso fragwürdig. Hamas = Terroristen - wer das relativiert oder Personen umgibt, die das tun, sollte in keinem deutschen Plenarsaal einen Platz haben.

  • LaLaLand

    Vielen Dank. - Genauer kann man dieses überdrehte, unsachliche und unverantwortliche Polittheater von SPD und Grünen nicht beschreiben.

  • Bürger L.

    Die einzigen die von einem Scheitern der Verhandlungen profitieren werden, sind die rechts-nationalen Rassisten der AFD, die feixend dabei zusehen, wie Sozialdemokraten und Grüne die einzige Chance, ein Gegengewicht zur bilden durch ihre Manöver behindern.

    Ich habe die Befürchtung, dass die beiden Parteien die historische Dimension und den Ernst der Bedrohung durch die rechtsextremen Kräfte noch nicht erkannt haben.

    Selbst die Jüdischen Mitbürger*innen, die die beiden Parteien vorgeben schützen zu wollen, werden von einem möglichen Scheitern eines rot/rot/grünen Projektes in Berlin nicht profitieren - eher im Gegenteil.



    Die in der "Berliner Erklärung" festgeschriebenen Regelungen zur



    Verhinderung von Antisemitismus ist eindeutig - und so auch von allen Fraktionsmitgliedern der Linken unterschrieben.

    Mit der Forderung von SPD und Grünen, darüber hinaus eine direktgewählte Linke Abgeordnete nicht in die Fraktion aufzunehmen, überspannen die beiden Parteien eindeutig den Bogen und liefern damit (sicher ungewollt) den überzeugten Antisemiten Munition.



    Durch den Ausschluss von Vanessa Emde aus der Linken-Fraktion würde kein einziger jüdischer Mensch in Berlin sicherer Leben.

    • Josef 123

      @Bürger L.:

      Darum geht es nicht. Wenn sich einer von drei Partnern schon im Vorfeld nicht an Absprachen hält ist es sinnlos überhaupt weiter zu diskutieren.

    • Chaos-NRW

      @Bürger L.:

      Sie verkennen leider, dass die Linkspartei ja gerade nicht die sog. "Berliner Erklärung" unterschrieben hat, sondern diese eigenmächtig abgeändert hat. Eine Erklärung, für die man immerhin 4 Verhandlungstage gebraucht hat, und die von vielen ohnehin als viel zu wenig angesehen wurde.

      Abgesehen davon hatte man wohl versprochen, dass Frau Emde nicht in die Fraktion aufgenommen würde. Wenn man es verspricht, muss man es halt auch einhalten.

  • behr Behr

    „Frau Emde hat sich gefügt“ - eine freundliche Umschreibung für



    eine Richtungsänderung.

    • Josef 123

      @behr Behr:

      Die Frage ist wie lange das anhält, wenn sie wieder in ihr Biotop zurückkehrt.

  • hsqmyp

    Ja, so muss man das sehen.

    In Berlin wedelt der Schwanz mit dem Hund.

    SPD und Grüne hatten und haben selber so viele rassistische, neoliberale & bellizistische Menschen in ihren Reihen, das hier eigentlich etwas Demut angebracht wäre.



    Die Berliner SPD müsste obendrein auch mal den Betrug an der RRG-Wählerschaft erklären, die von Fr. Giffey nach den letzten Wahlen mit Hinweis auf die damalige CDU-Mehrheit ignoriert wurde.



    Die gleiche Mehrheit zählt nun offenbar im Falle der Links-Partei nicht mehr.

    Krass, das diese Parteien sich nur vor dem Urteil einiger rechter Verlage & ultrarechter Verlegern fürchten, die ohnehin schon offen mit der AfD sympathisieren.

    Wenn Grüne und SPD das Projekt in Berlin nochmal vor die Wand fahren, wird das landesweit Konsequenzen haben.



    Das sollten auch die Seeheimer & und Realos wissen.

    Sicherlich würde die Linkspartei eher profitieren. Das wäre am Ende die gute Nachricht für den enttäuschten und getäuschten Demokraten im Land.

  • Henne Solo

    Danke für diesen Artikel, der in Gegensatz zu vielem was man so in den Mainstreammedien liest, nicht die völlig überzogenen Vorwürfe des Rechten Shitstorm weiterverbreitet, sondern echte und kritische Analyse bietet. Eigentlich sollte es jedem klar sein, dass SPD und Grüne nur nach einer Ausrede suchen, warum sie jetzt leider doch keine solziale Politik machen können. Ich hoffe, sie kriegen dafür in den nächsten Wahlen die Quittung. Ich sehe mich mal wieder bestätigt darin, bei den Grünen ausgetreten zu sein.

  • rbcattell

    Wow. Am Wahlabend so was wie Aufbruchstimmung angesichts der möglichen rot-grün-roten Regierung. Dann die beispiellose rechte Medienkampagne. Und jetzt springen SPD und Grüne über das Stöckchen, das NIUS und Springerpresse hinhalten. Denkbar sind jetzt nur noch zwei Szenarien: die Loserkoalition schwarz-grün-rot, oder eine angezählte, von gegenseitigem Misstrauen geprägte progressive Koalition. Traurig.

    • Janix

      @rbcattell:

      Dahinter steckt manchmal ein kluger Kopf. Aber kein gutmeinender.

  • Andi S

    Schön, dass auch sz und zeit in die rechte Ecke geschoben werden. Beide Medien haben eine sehr kritische Haltung und nun sind sie Teil einer rechten Kampagne?

    Mal ehrlich: Es passiert genau wieder das, was eine mobilisierte politische Linke gerne macht, den Akzeptanzkorridor so zu verengen, dass alle (außer man selbst) der rechte Paria ist.

    • Josef 123

      @Andi S:

      Sie haben in Ihrer Aufzählung noch den SPIEGEL vergessen. Man wähnt sich im linken Tollhaus mittlerweile. Methode Trump, nur andersrum.

    • Algernoon

      @Andi S:

      Der Eindruck einer Kampagne drängt sich mir schon extem auf. Die Formulierung "leugnet das Existenzrecht Israels" zieht sich durch nahezu alle Medien. Und das ohne wirklich fundierte Grundlage. Die Unterschrift wird ja auch nirgendwo gewürdigt. Zumindest ausserhalb der taz nicht. Ist ja nur eine Unterschrift ? Ich wundere mich sowieso, wieso in der Verhandlungen jetzt die Zukunft Berlins nebensächlich wird und nun Gesinnungsprüfungen im Vordergund rücken.

    • Abdurchdiemitte

      @Andi S:

      ‚Schuld’ an der verfahrenen Situation in Berlin sind eigentlich jene Israel-Lobbyisten im Bundestag, die meinten, einen möglichen Erklärungsversuch, was Antisemitismus sein solle, in eine (Staatsräson-)Doktrin gießen zu müssen, auf Grundlage dann jede Debatte zu diesem Thema von vornherein erstickt wird.



      Denn wer lässt sich schon gerne als Antisemit diskreditieren, in dem Bewusstsein, dass es sich hierzulande um den schlimmsten Vorwurf handelt, dem man einem politischen Gegner überhaupt machen kann. Deshalb halte ich es für verwerflich, diese Verdächtigung als Wahlkampf-Waffe zu missbrauchen.



      Es gilt, was der Forist @Bürger L. weiter oben gesagt hat: kein einziger jüdischer Bürger in Berlin lebt sicherer, nur weil ein Mitglied der Linken aus dem Abgeordnetenhaus ausgeschlossen wird.



      Und ohne hier klugscheissern zu wollen: genau diese Situation habe ich schon vorausgesehen, als im Bundestag 2024 parteiübergreifend die Resolution gegen Antisemitismus auf Grundlage der IHRA-Erklärung verabschiedet wurde - und das trotz der damaligen Warnungen seitens jüdischer Intellektueller und sogar einzelner Politiker*innen der Grünen.

    • Janix

      @Andi S:

      Die ZEIT und die SZ finde ich in Ihrer Verkürzung da gerade nicht wieder.



      Die leuchten es beide von verschiedenen Seiten aus, incl. Gast-Stimmen.

      Wieso soll der Akzeptanzkorridor verengt werden, dass Eintreten für Gerechtigkeit im Nahen Osten auch für Palästina und Palästinenser pfui wäre?

      Oder dass ein solcher angeblicher Antisemitismus ein Problem wäre, wenn eine Linkspartei mit moderat linken Zielen einmal eine Koalition auf Landesebene anführen würde?

  • Thomas2023

    Darüber wer hier wirklich eskaliert hat kann man nur spekulieren, weil wir alle nicht wissen, was die Parteien vorab besprochen haben.



    Um vom Thema Antisemitismus abzulenken wir hier von einer "völlig entgrenzten rechten Kampagne" gesprochen. Mag sein das auch aus der rechten Ecke laute Stimmen kommen, die haben das grundsätzliche Problem ja nicht erfunden, das die Linke als Partei mit Antisemitismus schon lange hat. Ich kann mich noch an Diskussionen zu dem Thema bei Gründung der Linkspartei in 2007 erinnern, als sich PDS und WASG zusammengeschlossen haben. Ist heutzutage natürlich medial unterstützt alles viel größer.

  • Yoriko N.

    Die SPD hat Brosius-Gersdorf wegen rechter Hetze fallen lassen, die Wahl in Berlin verloren und lässt jetzt offenbar lieber die Wählerinnen und Wähler in Berlin im Stich, als sich der rechten Hetze entgegenzustellen. Stattdessen organisiert sie mit der Wahlverlierer-CDU ein Weiter-so. Eine Union, die keine klare Haltung gegen Rechtsextremismus erkennen lässt, ist den Sozialdemokraten offenbar lieber als eine linke Alternative.



    Für einen dramatischen Auftritt am Bebelplatz reicht es dann zwar noch, aber wenn es darum geht, aus den eigenen Ansprüchen politische Konsequenzen zu ziehen, kneift man lieber.

  • Ricky-13

    taz: *Wahrscheinlicher ist ein anderes Szenario: Grüne und SPD trauen sich nicht, mit einer starken Linken und ihrem Festhalten an der Vergesellschaftung zu koalieren.*

    Wenn die schröder'sche (S)PD sich nicht langsam wieder zu einer sozialen Partei durchringt, dann wird sie in den nächsten Jahren untergehen. Und die Grünen sollten auch mal wieder 'grün und sozial' werden, denn sie schauen immer mehr wie eine FDP mit Blumenumrandung aus.

    Die AfD reibt sich wohl schon die Hände über so viel Dummheit der (S)PD und den Grünen, denn bald haben sie die angeschlagene CDU soweit, dass sie den Steigbügelhalter für die "Alternative" macht.

  • Strolch

    Ihr Schritt ist eine Unterwerfungsgeste in Richtung all jener, die seit drei Wochen die Linkspartei zur größten Gefahr des Landes erklären. Und das in einer Zeit, in der die AfD in Sachsen-Anhalt die Machtübernahme anstrebt und ungeniert damit begonnen hat, die Demokratie zu schleifen.

    Wer erklärt, die Linkspartei zur größten Gefahr? Wo hat die AFD die Demokratie geschliffen? Ist es nicht Demokratie, wenn jemand mit den Stimmen des Parlaments gewählt wird? Und wieso wird denn so betont, dass man Emde in die Fraktion nehmen müsse, da sie (vermutlich auch aufgrund und nicht trotz ihrer Haltung) direkt gewählt wurde? Fragen über Fragen.

    Ich bin echt erstaunt, wie die taz einem solchen Papier, das Emde unterschreibt, vertraut, wenn sie doch ansonsten jegliche Abbitte des politischen Gegners als wohlfeil oder unglaubwürdig bezeichnet. Und nein, ich glaube nicht, dass sich Frau Emde an ihre Zusicherung hält und schon gar nicht ihre Haltung ändert. Vielleicht will auch die Linke nicht regieren - sie kann nämlich kaum ein Wahlversprechen halten.

  • Agarack

    "Nun hat Emde sich tatsächlich bislang nicht durch eine gemäßigte, ausgleichende Positionierung im Nahostkonflikt hervorgetan, aber mit ihrer Unterschrift unter die Erklärung hat sie sich zunächst gefügt. Es gibt damit erst einmal keinen Grund, die direkt gewählte Abgeordnete nicht in die Fraktion aufzunehmen."



    ... außer vielleicht, dass Frau Emde, nachdem Sie dieses Papier unterschrieben hat, wieder mal zu der selbst in der Taz äußerst kritisch rezipierten "United for Palestine"-Demo gegangen ist. Ein Papier zu unterschreiben und direkt danach das Gegenteil davon tun, was in dem Papier steht, entspricht nicht meiner Definition von "sich fügen".

  • zartbitter

    Der Ausschluss der wegen israelfeindlicher Äußerungen umstrittenen Linkenabgeordneten Vanessa Emde war laut



    ====



    Grünenchef Felix Banaszak



    ====



    "...die Voraussetzung für den Eintritt seiner Partei in rot-grün-rote Sondierungsgespräche in Berlin. Eine entsprechende Vereinbarung »war die Grundlage dafür, dass wir am Donnerstag unseren Segen dieser Vereinbarung gegeben haben«, sagte Banaszak heute Morgen im ZDF-Morgenmagazin.



    ==



    Der eindeutige und klare Kampf gegen Antisemitismus ist selbstverständlich - und für alle da - auch für die Partei "die Linke".

  • pumble

    Ich hätte nicht die Geduld, die die Linke hier aufbringt, sondern hätte die Sondierungen längst abgebrochen. Es ist offensichtlich, dass weder SPD noch Grüne an einer Regierungsbildung interessiert sind. Wie soll es da eine Grundlage für 5 Jahre gemeinsame Regierungsarbeit geben?

    • Josef 123

      @pumble:

      Wie sollen 5 Jahre gemeinsame Regierungsarbeit möglich sein, wenn sich die Linke schon bei den Vor(!)verhandlungen nicht an Absprachen/Vereinbarungen hält?

  • Tobias Balke

    Bitte differenzieren: Grüne versuchen, die Krach-SPD nicht über Bord gehen zu lassen, sondern im Boot zu halten. Leider ist denen das Ausführen der Forum35-Drohung, siehe taz.de/Debatte-um-...n-Berlin/!6220914/ wirklich zuzutrauen. Also: sich in Lauerposition zu begeben, das Tolerieren einer Linken-und-Grünen-Minderheitskoalition in ein Verdurstenlassen am Haushalts-Tropfenzähler zu verwandeln, um bei passender Gelegenheit in Neuwahlen "endlich wieder" einen SPD-Vorsprung vor den dadurch "gescheiterten" Linken und Grünen zu gewinnen. SPD-Mehrheiten für diesen unvernünftigen, demokratiegefährdenden Kurs sind leider in dieser tief deprimierten und verunsicherten Partei real möglich, Giffeys Flucht in Wegners Arme wurde 2023 ja auch abgenickt. - Um der SPD das Aberwitzige dieser Strategie klar zu machen, müssen Grüne mit der SPD weiter "im Gespräch" bleiben. Natürlich mit koalitionsbildendem Ziel und der Aufgabe, der SPD nebenbei dann auch das Überzogene ihres momentan übergriffigen Umgangs mit der Linkspartei klar zu machen. Dafür braucht es gute Nerven und Weitblick, auch bei der Linkspartei.

  • Offebacher

    Was ich nicht verstehe: nach Aussage der Grünen gestern hatte die Linke zugesagt, Frau Emde nicht in die Fraktion der Linken aufzunehmen. Hier habe ich zwei Fragen: welche linken Personen haben das angeblich, möglicherweise, konkret (?) welchen grünen Personen zugesagt? Und wenn es wirklich so war, wie kann man eine Kandidatin, die auf dem Wahlzettel für die Linke drauf stand, ein Direktmandat gewann, nicht in die Fraktion aufnehmen wollen? Das würde ihre Wahl zur Farce machen. Man kann Personen aus einer Fraktion herauswerfen, wenn sie sich im Laufe der Zeit von der Partei entfernt haben oder sich was (politisch) zu Schulde kommen ließen. Aber von vornherein zu sagen: Du kommst hier nicht rein, wäre ein Witz und eine Verachtung des Wählerwillens.

    • Auweiowei

      @Offebacher:

      Das sehe ich auch so.



      Nur: Wer was zu wem gesagt hat, ist wohl kaum noch zu rekonstruieren.

  • Josef 123

    "Doch SPD und Grüne haben in einem Maße eskaliert, dass ein Zusammenkommen kaum mehr möglich scheint."

    Häh? Das scheinen mir jetzt alternative Fakten a la Trump zu sein. Der behauptet momentan auch, die Ukraine sei schuld an den hohen Spritpreisen und nicht sein Krieg gegen Iran.

    Es gab genug Hinweise, daß die Grünen und die SPD sich nicht alles bieten lassen würden:

    "Im Zuge der Vorabsondierungen, in denen sich die drei Parteien Ende vergangener Woche auf ein Papier zum Umgang mit Antisemitismus geeinigt hatten, sollen SPD und Grüne auf die Nichtaufnahme von Emde in die Linksfraktion gedrängt haben. Sollte die Linke Emde dennoch in die Fraktion aufnehmen, könnten die Sondierungsgespräche mit Grünen und SPD daran scheitern." (TAZ 13.10.26). Deutlicher geht es doch nicht.

    Und wenn hier jemand eskaliert und ein herzliches "Leckt uns doch am Arsch" in die Verhandlungsrunde geworfen hat war es ja wohl die Linke.

  • blutorange

    Das ist alles so ein Wahnsinn. Aus Bayern möchte man Gelder streichen, der Bundeskanzler glaubt, sich einmischen zu dürfen...redet eigentlich irgendjemand auch in Sachsen-Anhalt mit oder guckt, was da derweil passiert? Wo die echte extremistische Partei sich breitmacht? Wir hatten das ja schonmal, lieber Faschismus als linke Politik. Ob das damals die Wirtschaft so nachhaltig gestärkt hat oder wovon Konservative und Marktliberale do träumen, ist ja fraglich...

    Der Palästina-Fetisch der Linken nervt und die Abgrenzung von Islamisten etc. gelingt manchen Teilen nicht wirklich. Aber was Berlin dringend braucht und klar gewählt hat, ist linke (linksgrüne) Politik, die den verdammten Markt endlich im Sinne der nicht superreichen Menschen/Nichtprofiteure reguliert und die Mobilitätswende wieder voranbringt. Klimakrise ist ja schließlich auch noch und wir ersticken in Autos übrigens. Und das ist alles auch Lokalpolitik, wie sie von Bürgermeister:innen und Bezirksräten gefordert ist. Der Nahostkonflikt wird nicht in Berlin gelöst werden. Also vielleicht mal den Schwerpunkt verschieben, auch in der Linken.

    • Josef 123

      @blutorange:

      "...redet eigentlich irgendjemand auch in Sachsen-Anhalt mit oder guckt, was da derweil passiert? Wo die echte extremistische Partei sich breitmacht?":

      Nein, leider nicht. Das wäre dort auch sinnlos, weil die Wähler dafür gesorgt haben, daß AFD mit einer Zwergerl-BSD-Fraktion regieren kann ohne eine der anderen Parteien zu benötigen. Die Linke in Berlin hat ja nur 1/4 der Wählerstimmen auf sich vereint.

    • Encantado

      @blutorange:

      "...redet eigentlich irgendjemand auch in Sachsen-Anhalt mit oder guckt, was da derweil passiert?"



      Es gibt mehrere Artikel mit dranhängenden Diskussionen zu diesem Thema. Einfach mal dort nachsehen.



      "Aber was Berlin dringend braucht und klar gewählt hat, ist linke (linksgrüne) Politik..."



      Ja, und was das genau ist, nämlich ob Antisemitismus dazu gehört, darüber wird eben gestritten.

  • zartbitter

    ""........ haben sich SPD und Grüne einer völlig entgrenzten rechten Kampagne gebeugt. """



    =



    Am Dienstag unterschrieb die Linken-Fraktion im Abgeordnetenhaus geschlossen eine inhaltlich zwar ÄHNLICHE aber eigene Erklärungzum zum Thema Antisemitismus. Daraufhin erklärten Grüne und SPD, diese müsse jetzt bewertet werden.



    Die Sondierungen sind seitdem ausgesetzt.



    =



    "Natürlich braucht man Verlässlichkeit und Vertrauen", sagte Grünen-Chefin Brantner. "In der Linkspartei in Berlin gibt es ein Problem mit Antisemitismus und organisierter Kriminalität." Dieses Problem muß geklärt sein, bevor man über andere Dinge redet erklärte Brantner.



    =



    Der Skandal ist doch das Linke, Grüne und SPD 4 Sondierungstage in der Stadt, in der die Shoah geplant und organisiert wurde, gebraucht haben um zu einer gemeinsamen Antisemitismus Erklärung zu gelangen die jetzt von den Linken nicht mehr genauso interpretiert wird wie von den Grünen und der SPD.



    =



    Geht`s noch? Die 25,7% der Wähler welche die Linke gewählt haben und sich jetzt verzweifelt Augen und Ohren reiben - haben die Wohnungspolitik in das Zentrum ihrer Wahl gestellt .



    =



    Ablehnung von Antisemitismus sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

  • C. Avestruz

    "...aber mit ihrer Unterschrift unter die Erklärung hat sie sich zunächst gefügt."



    So erklärt der Autor Frau Emdes Haltung und hält damit alle Zweifel für ausgeräumt.



    Für SPD und Grüne könnte das ganz anders wirken: die Verhandlungsführer der PdL können sich von Beginn an nicht gegen einzelne radikale Stimmen in der eigenen Partei durchsetzen. Wie glaubhaft sind dann die im Positionspapier (Berliner Erklärung) festgehaltenen Positionen zu Israel und Antisemitismus?

  • Sikasuu

    Zwar sind die Sondierungen noch nicht abgebrochen. Doch SPD und Grüne haben in einem Maße eskaliert, dass ein Zusammenkommen kaum mehr möglich scheint.



    ----



    Wenn SPD & Grüne jetzt in Berlin auf "Mitte Rechts" schielen, gehen sie den Weg der CDU mit!



    Der "aufgepumpte Vorwurf" des "Antisemitismus" bei einem Landesparlament ist doch sehr durchsichtig!



    Gerade in Berlin, DER STADT, die SPD & CDU seit Jahren vor die Wand fahren, wird diese 2. Chance, wenn DIE WIEDER vertan wird, mMn. noch weiter ins Chaos führen!



    Mein Vorschlag:



    Lasst mal die parteipolitischen Spielchen sein & versucht, das zu tun, wofür EUCH die Wähler (aus)gewählt haben!



    "Schaut auf diese Stadt!" habe ich mal sehr LAUT gehört! Der Ernst R. wird sich im Grabe rumdrehen, wenn IHR das zum 2. mal vergeigt! :-(



    Ps. Das die CDU zur "Alternaive easy" mutieren will, ist deren Problem!



    Die verbleibenden erwachsenen Demokraten sollten wissen, "UM WAS es, nicht nur in Berlin, geht!"

    • B. Trübt

      @Sikasuu:

      Ich möchte nur kurz daran erinnen, dass die Linke insgesamt 17 ( siebzehn! ) Jahre Teil der Landesregierung in Berlin war:

      2002 bis 2011 (Rot-Rot) mit Klaus Wowereit ( SPD ) a

      2016 bis 2023 (Rot-Grün-Rot) mit Müller/Giffey ( beide SPD ).

      Die mantraartig wiederholten Schuldzuweisungen an die CDU sind also wohlfeil.

  • doda

    Danke, das ist mal eine klare und realistische Einschätzung der Situation.

    • Sikasuu

      @doda:

      Danke, das ist mal eine klare und realistische Einschätzung der Situation.



      ----



      Da sind wir schon ZWEI!

  • Stavros

    Die SPD hat auch Angst vor ihrer fortlaufenden Verzwergung, die aber mit CDU und Grünen als kleinster Partner nur noch schneller weiter gehen wird.

    Warum die Grünen sich nicht pragmatischer verhalten, ist ihr Rätsel. Schon jetzt haben sie viele Bezirke an die Linke verloren, auch ihre ehemalige Hochburg Kreuzberg. Das wird sich bei einem Eintritt in einen CDU-Senat nicht ändern.

    Die Linkspartei kann sich eigentlich entspannt zurücklehnen: Eine Kenia-Koalition wird die drängenden Probleme der Stadt - vor allem Mieten - wohl kaum lösen.

    Sollte es Neuwahlen geben aufgrund der Verweigerung von SPD und Grünen oder eine Kenia-Koalition, wird die Linke bei der nächsten Wahl nur noch mehr zulegen.

    Das Traurige ist aber, dass, wie auch im Kommentar beschrieben, die Chance auf eine progressive Koalition ungenutzt bleibt.

    Und zwar ohne dass unüberwindliche inhaltliche Hürden vorliegen würden.

  • Janix

    Ja, die schrumpeligen Reste der Berliner CDU mögen pflegeleichter als Partner erscheinen, doch ein wenig an Berlin denken dürfen die Sozialdemokraten ja gerne auch. Sonst sind sie beim nächsten Mal sehr nah an 5 %.



    Giffey ist (hierbei: zum Glück) ohnehin raus aus dem Spiel. Die Verwechslung von Israels Regierung mit Juden hierzulande sollte inzwischen auch bei jedem kognitiv geklärt und aufgelöst sein.



    Vom Kapital und seinen Medien lassen sich stolze links-mittige Parteien nichts vorschreiben. Was Linke da gemeinsam definierten, ist Fairness gegenüber Israel wie Palästina, ist eigentlich schlichter Universalismus. Das künstlich sich aufbauschen zu lassen - auf Landesebene (!), ist ein so offensichtliches Manöver interessierter Kreise, dass mensch es schon allein deshalb zurückweisen sollte.

    Berlin hat links gestimmt, wie so häufig.

  • Astrid Sehnefeld

    Nein, SPD und Grüne haben sich nicht "einer völlig entgrenzten rechten Kampagne gebeugt", Die Linke hat schlicht ihr Blatt überreizt.



    Frau Emde in die Linksfraktion aufzunehmen war zu viel Übermut, denn der Artikel benennt es selbst: "mit ihrer Unterschrift unter die Erklärung hat sie sich zunächst gefügt."



    ZUNÄCHST - ist das entscheidende Wort.



    Wer regieren will muss kompromissfähig sein. Wenn es Die Linke Berlin nicht mal hinkriegt, für dieses prestigeträchtige Amt ihre Fraktion von extremen Hardlinern zu befreien, dann hat sie allein das Scheitern zu verantworten und sonst keiner.



    Übermut tut selten gut.



    Die AfD hat ihr Blatt letzte Woche auch überreizt als sie nicht nur Rausch, sondern auch Tillschneider wählen ließ. Das war ein taktischer Fehler und nun hat die Union beschlossen, zur Wahl Siegmunds den Saal zu verlassen. Ohne die skandalösen Ergebnisse wäre diese Maßnahme sicher nicht ergriffen worden.



    Nun steht die AfD blöd da - und Die Linke war gestern genauso dumm. Nach Koçak, Remmo und Ibrahim war Emde der eine Skandal zuviel.



    Es ist ein Glück für Deutschland, dass AfD und Die Linke gerade selbst ihre sicher geglaubten MPs versenken.



    Die Mitte gewinnt so wertwolle Zeit.

    • Residente

      @Astrid Sehnefeld:

      Es ist wirklich skandalös übermütig und demokratisch eine direkt gewählte Abgeordnete, die für die Partei angetreten ist, in die Fraktion aufzunehmen. Da geht man doch lieber mit der CDU zusammen, die einen Herrn Remmo selbst einlädt, als mit der Linken, bei der er uneingeladen erscheint und rausgeschmissen wird, da ist man vor Skandalen sicher.



      "Die Mitte" in ihrer Aufteilung in zwei kaum unterscheidbare Parteien marschiert seit Jahren geschlossen nach rechts, schleift die Sozialsysteme, übernimmt AfD-Positionen, paktiert mit Kriegsverbrechern und verschärft Jahr für Jahr die Ungleichheit. Die dürfen keine Zeit mehr bekommen, wir brauchen endlich eine linke Gegenoption und die Grünen, vor allem aber die SPD, zeigen einmal mehr, dass sie daran kein Interesse haben.

    • nihilist

      @Astrid Sehnefeld:

      Die Mitte hat doch alle Zeit der Welt gehabt. Was hat sie denn vor, mit den paar Monaten bis zu Neuwahlen tolles anzufangen, die Mitte?

  • Vigoleis

    Dass sich jetzt wieder alle gegenseitig die Schuld zuschieben, gehört zum üblichen Getümmel auf dem Basar der Eitelkeiten. Da geht keiner gern in Sack und Asche.



    Wenn ich aber bedenken, wie die künftigen Koalitionäre schon bei den großen weltpolitischen Problemen quasi auf Dauerkonflikt geschaltet haben (für deren Lösung sie allerdings weder gewählt noch berufen sind), wird mir beim gedanklichen Weiterlaufen hinab in die politischen Niederungen und hinein ins Kleinklein des Regierens ganz blümerant.



    Wenns doch noch was wird, wird es schlecht.

  • NurFürDieKommentareHier

    SPD und Grüne sind leider für keine Überraschung gut. Statt eine progressive Alternative zum schwarz-blau-braunen Zukunftsszenario zu entwickeln, machen SPD und Grüne, was man 2026 eben von ihnen erwarten kann: sie bremsen und geben Rechts die Vorfahrt.

  • vieldenker

    Die Frage bleibt gleichwohl: Warum konnten, oder wollten die Abgeordneten der Linken nicht die vereinbarte Formulierung unterschreiben? Wenn doch angeblich nichts wesentliche geändert wurde.

    • O.F.

      @vieldenker:

      Wie Sie dem Artikel entnehmen können, wurde die vereinbarte Erklärung von allen Abgeordneten der Linken - auch von Emde, unterschrieben.

    • Rufus

      @vieldenker:

      Vanessa Emde hat unterschrieben; allein die Koalitionäre wollen sie als gewählte Vertreterin nicht in der Fraktion haben.

  • Hierjetzt

    Die Linke sollte nun Neuwahlen anstreben und mit den Antideutschen aufräumen. Mit einer klaren Kampagne gegen Grüne und SPD sollte die absolute Mehrheit kein Problem sein.

    • MontNimba

      @Hierjetzt:

      Ich glaube zwar nicht, dass Die Linke die absolute Mehrheit erreichen kann. Aber vielleicht fliegt bei Neuwahlen die SPD raus und die gerupften Grünen besinnen sich...

  • Maik Marzahner

    SPD und Grüne machen sich lächerlich. Die Linke ist nicht nur stärkste Kraft bei den Wahlen geworden, sondern auch mitgliederstärkste Partei der Hauptstadt. Die Alternative ist die CDU, die sich längst auf dem Weg in eine Koalition mit den Faschisten befindet. Wenn SPD und Grüne progressive Politik verhindern wollen, sollen sie es gleich sagen und nicht die Berlinerinnen und Berliner verarschen!

    • Nachtsonne

      @Maik Marzahner:

      Es regiert nicht die stärkste Einzelkraft, sondern diejenigen, die eine Mehrheit finden. Beispiel gefällig? Siehe Sachsen-Anhalt. Wenn die Linke regieren will mit bürgerlichen Parteien wie SPD und den Grünen, dann muss sie sich wohl bewegen. Ansonsten wird es eben Schwarz-Rot-Grün. Mit Verarschung hat das nichts zu tun.

  • Arne Babenhauserheide

    "Dass die Ver­hand­le­r:in­nen der Linken die Zusage für Emdes Ausschluss gegeben haben, wird zwar geraunt, ist aber weder belegt noch wahrscheinlich."

    Es steht zumindest in der Taz:



    taz.de/Regierungsb...in-Berlin/!6219895

    "dem Vernehmen nach soll die Linkspartei der Forderung von SPD und Grünen zugestimmt haben, wonach Emde der neuen Linksfraktion nicht angehören soll."

    Wo wurde das vernommen? Vielleicht wäre es gut, mal in der Redaktion rumzufragen, welche Informationen es gab, und warum aufgrund dieser Informationen der Eindruck erweckt wurde, Emde solle nicht Teil der Fraktion sein.

  • Terano

    Bei aller Sympathie und Unterstützung, die ich für ein linkes Bündnis hätte, muss ich hier schon sagen, dass es doch nicht ganz fair ist, das als Scheinheiligkeit abzutun. Denn Papier ist geduldig und Emde hat in der Vergangenheit mehrmals das gebrochen, was sie nun unterschrieben hat und selbst nach Start der Vorab-Sondierungen noch Demos frequentiert, die auch von Ibrahim Ibrahim unterstützt wurden. Da kann ich schon verstehen, dass SPD und Grüne sehen wollen, dass die Vereinbarung mehr wert ist, als das Papier auf welchem sie steht.

    Auch die Erklärung der Fraktion, dass die eigene Satzungsänderung mit der Vorabsondierung "in Teilen (sic!) wortgleich" wäre, verfängt bei mir kaum, da wenn sie doch gleich gemeint ist, man sie, wie von den anderen Fraktionen erwartet, auch gleich in der Satzung hätte als verbindlich erklären können, dass das nicht geschah, zeigt die Erwartung, dass es da doch eine Lücke gibt.

    In dem Zuge kann ich schon verstehen, wie skeptisch die anderen Fraktionen gegenüber der Ernsthaftigkeit der Erklärung sind, dass das nur wegen der Vergesellschaftung aufkommt, halte ich hingegen viel mehr für Geraune.

  • felis faber

    Christian Lindner wusste es schon: "Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren."



    Es wäre schade, wenn aus diesem linken Projekt nichts würde, aber SPD und Grüne scheinen es partout nicht zu wollen.



    Für die Linke ist wohl als starke Opposition mehr zu erreichen, als in einer Regierung, die schon mit solchen Spielchen beginnt.,

  • JMarius

    Es bleibt nur zu hoffen, dass die Grünen und SPD standhaft bleiben und dieser absurde Spuk bald ein Ende hat.



    Es ist mal wieder bezeichnend, wie die Rolle von Emde hier runtergespielt wird. Zur Erinnerung: sie stellt das Existenzrecht Israels offen in Frage und posierte auf der Wahlparty der Linken mit dem Anti-Israel-Extremisten Ibrahim Ibrahim. Das als "nicht gemäßigte Positionierung zum Nahostkonflikt" zu bezeichnen ist der größte Euphemismus, den ich seit Langem gelesen habe.



    Und dass SPD und Grüne irritiert sind, wenn ein lange ausgehandeltes Papier auf einmal abgewandelt wird, ist mehr als verständlich.

    • Marco Dorn

      @JMarius:

      Dieses Rumgereite auf Israels Existensrecht ist reine Ablenkung.

      Frau Emden hat gesagt das Staaten kein allgmeines , rechtlich verbrieftes, Existensrecht haben.

      Ist das falsch?

      Implizit hat sie natuerlich damit gemeint das solange die Palestinenser keine staatliche Selbstbestimmung haben, dann sollte Israel diese auch nicht haben. Durchaus nachvollziehbar wenn mann mal Luftaufnahen von Gaza betrachtet bzw. sich mit dem allgmeinen oeffentlichem Diskurs in Israel beschaeftigt.

      Da Israel nun unbestreitbar alles nur erdenkliche tut einen eigenstaendigen Palestinenserstaat zu verhindern und eine demokratische Einstaatenloesung, mit gleichem Recht fuer Alle, natuerlich auch, ist Frau Emden’s Statement nicht mal ansatzweise radikal (siehe Luftaufnamen von Gaza).

      In diesem Kontext:

      Hat oder Hatte die DDR , Apartheid Sued Afrika oder Russland (ab 1918) ein Existensrecht?

  • Sybille Bergi

    Die Grünen und die SPD sind zutiefst bürgerliche Parteien. Den Bürgerlichen ist das Eigentum heilig. Es war also nicht davon auszugehen, dass im Thema Enteigung mitgegangen wird.

    • Dorian Müller

      @Sybille Bergi:

      Das ist Blödsinn. Die Union ist sicher noch bürgerlicher und enteignet zusammen mit der SPD völlig unproblematisch jährlich Hunderte Male, nur halt für Straßen und Kohlebergbau.

  • Dirk Osygus

    Natürlich gibt es ein andere Mehrheit, auch wenn sie der Taz als "nicht solide" vorkommt. Es gibt sie aber und es wäre auch besser für Berlin, wenn Schwarz-Rot-Grün zustandekommen würde. Dann müsste man nicht alle 2 Wochen auf den nächsten antisemitischen Ausfall eines Mitglieds der Linken reagieren.

    • Francesco

      @Dirk Osygus:

      Als gäbe es in der CDU weniger Antisemitismus.

    • JK83

      @Dirk Osygus:

      Es ist also besser, eine POlitik zu verfolgen, die weiter die dringensten Probleme der Hauptstadt nicht adressiert, zumal sie wieder einen sehr kleinen gemeinsamen Nenner finden wird bei halbrechts + halblinks, als eine Koalition zu haben, die ein paar Dinge entschiedener angehen kann. Aha, interessantes Verständnis dessen, worum es bei Politik geht und für wen Politik gemacht wird.



      Es ist weiters besser, wenn wenig vorwärts geht, als wenn einzelne Leute hier und da durch ihre Haltungen udn Meinungen anecken - die wohl bisher gerichtlich und bis auf Weiteres nicht zu beanstanden sind.



      Und Sätze wie: Kein Land hat ein Existenzrecht - klingen zwar krass, sind bei genauerer Überlegung aber Binsen, denn alles hängt hier davon ab, welche Gruppe von Staaten das Existenzrecht eines spezifischen Staates gewährt oder aufhebt. Und davon, ob sich der Staat bei seiner eigenen Bevölkerung behaupten kann. Das ist etwas ganz anderes, als das Existenzrecht von Menschen, das mit den Menschenrechten zielgenau und umfassend geschützt sein soll d.h. wo wir alle als Menschen einen verpflichtenden Grund haben, Menschen ihre Existenz nicht abzusprechen.



      Es gibt viele Staaten die zu Recht! vergangen sind.

  • Libuzzi

    Offenbar ist weder der SPD noch den GRÜNEN klar, dass sie sich damit politisch irrelevant machen. Sie sind damit nur noch Mehrheitsbeschaffer für eine demolierte CDU -- und das auch nur noch in dem Fall, dass diese über 20% kommt. Eine politische Alternative zu deren Turbo-Kapitalismus gibt es damit nicht mehr.

    • Fairchild670

      @Libuzzi:

      Für mich wirkt es eher so, als würde sich Die Linke mal wieder völlig übermütig ihre Kompetenz in Regierungsunfähigkeit demonstrieren. Die letzten Wochen haben doch ein sehr realistisches Bild davon gegeben, wie die Arbeit in einer RRG Koalition in Berlin aussähe. Dass SPD und Grüne darauf keine Lust haben, kann ich sehr gut verstehen.

    • Walterismus

      @Libuzzi:

      Und die Alternative wäre dann Mehrheitsbeschaffer für die Linke, weil Akzente und eigene Vorstellungen oder Bedingungen dürfen Sie ja nicht einbringen wie es scheint.

      Wo ist das besser/anders für SPD und Grüne?

      Zum anderen schon ein starkes Stück SPD und Grüne als fast irrelevant zu bezeichnen, nur weil die Linke in einem für Gesamtdeutschland irrelevanten Stadtstaat gewonnen hat, den aber alle anderen 15 Bundesländer nur müde belächeln, wegen ihrer schlechten Politik (von allen Parteien).

  • Pico

    Die Grünen + die SPD suchen verzweifelt den Weg zum Ausgang. Die Linke ist, sofern sie glaubwürdig bleiben möchte, gut beraten denen nicht zu folgen bzw. deren unmöglichen Forderungen nachzugeben. Es ist dringend erforderlich, dass was derzeit in Nahost passiert beim Namen zu nennen!!! Dazu auch die aktuellste Schlagzeile: "Siedler setzen offenbar Moschee im Westjordanland in Brand".



    Wehret den Anfängen! Wer schweigt duldet!

    • PeWi

      @Pico :

      Und was hat dieser Branndanschlag im Westjordanland mit den Problemen der Menschen in Berlin zu tun?

      Eben! Gar nichts, absolut gar nichts!

      Vielleicht suchen SPD und Grüne auch deshalb "verzweifelt den Weg zum Ausgang", weil ihnen klar geworden ist, dass mit einer Partei, für die dieses für die Berliner "Landespolitik" völlig bedeutungslose Thema, eine derart zentrale Rolle spielt, keine sinnvolle Zusammenarbeit möglich ist.

  • Nachtsonne

    Die Aufnahme von V. Emde in die Linksfraktion ist für die Grünen und die SPD keine Kleinigkeit, sondern ein deutliches Signal. "Es sollte selbstverständlich sein, dass die Entscheidung darüber keine ist, die die Linke der SPD und den Grünen überlässt." Ja sicher, keine Frage. Aber das Recht diesen Sachverhalt nicht zu akzeptieren steht der SPD und den Grünen ebenfalls zu. Und was bitte ist "echte linke Politik"? Mir scheint, da fehlt etwas der Realitätsbezug, den SPD und Grüne mit Regierungserfahrung sicher haben. Vor Kraft kaum laufen können ist im Porzellanladen der Politik keine gute Idee, wenn man sich nicht zusammenreißen kann.

    • Francesco

      @Nachtsonne:

      Ich finde es völlig absurd, dass jemand der für und auf der Liste einer Partei gewählt wurde, nicht Mitglied der Fraktion werden soll.

  • Chaos-NRW

    Sorry, aber dieser Kommentar geht an der Realität vorbei. Die Parteien einigen sich auf einen absoluten Minimalkonsens als Erklärung und dann ist die Linkspartei nicht mal in der Lage diesen Minimalkonsens zu bestätigen, sondern ändert eigenmächtig die Erklärung, die man unterschreiben lässt, ab.

    Wer etwas vereinbart, muss es einhalten. Und das hat einzig und alleine die Linkspartei nicht getan.

    • Corina Strößner

      @Chaos-NRW:

      Die Erkärung der Linken hat in keinem Wort der gemeinsamen Erklärung von RGR widersprochen. M.W. enthält die neue Linke Erklärung allenfalls mehr Anerkenntnis auf das Selbstbestimmungsrecht BEIDER Völker. Ist das wirklich so ein rotes Tuch?

      • Fairchild670

        @Corina Strößner:

        Natürlich! Entweder Konsens oder nicht. Die Linke hat in Berlin hat dazu ein deutliches Nein gegeben.

    • cazzimma

      @Chaos-NRW:

      Eben.

  • DiMa

    Bereits der letzte R2G-Senat war eher schlecht als recht und von innerkoalitonären Streiterein überschattet. Ich habe kein Verständis dafür, warum sich die SPD erneut darauf einlassen sollte. Einfach in die Opposition gehen und die Linken (ggf. zusammen mit den Grünen) als Minderheitsregierung machen lassen.

    • JK83

      @DiMa:

      Wird nicht passieren. Und man wird sehen, wie nach weiteren verlorenen Jahren inbezug auf die Wohnungsteuerungs- und Knappheitsproblematik dann der Senat nach der nächsten Wahl aussieht.



      Ich bitte sie, davon abzusehen, zu klagen, sollte der dann gar nicht mehr ihren Vorstellungen entsprechen. Denn sie haben - meiner Meinung nach jedenfalls - das Rezept empfohlen, dass das Fass weiter zum Überlaufen bringen wird.

    • the real günni

      @DiMa:

      sollte die spd noch einmal mit der cdu koalieren, wird sie unter die 10% rutschen, gleiches würde für die grüne gelten. der linke teil der spd hat ihrer partei schon diese koaliton übel genommen, was glauben sie, was mit einer möglichen keniakoalition bei den grünen los wäre. wir sind immer noch in berlin und nicht in hannover oder stuttgart.



      die cdu tut dieser stadt einfach nicht gut, dafür fehlt ihr der blick nach vorn.