21. - 27. Oktober 2017 (nur noch Warteliste)

Athen

Reiseleitung: Rodothea Seralidou und Alex Theodoridis

Bild: Archiv

Innovative Initiativen gegen die Wirtschaftskrise

Ausgezeichnet von GEO SAISON mit der "Goldenen Palme 2015": erster Platz in der Kategorie "Kurz-, Städte- und Genießerreisen"; mehr dazu: GEO SAISON und taz.de

PROGRAMM

PREISE UND LEISTUNGEN

LITERATUR ZUM EINLESEN

 

PREIS: ab 830 Euro (DZ/HP/ohne Anreise)

VERANSTALTER:

Culterramar, Heidelberg,

Tel. 06221- 433 9740 (11-13 Uhr)

info@culterramar.de

 

Die Reise kann nur beim Veranstalter gebucht werden.

Athen ist für vieles bekannt: Für die Akropolis als Symbol der ersten Demokratie in der Geschichte; für Sokrates und Plato, deren Lehren die Weichen der heutigen Philosophie stellten. Doch auf dieser Reise bekommen Sie einen Einblick in eine Welt, die Touristen normalerweise verschlossen bleibt: Sie kommen mit Menschen in Kontakt, die täglich gegen die Auswirkungen der Krise kämpfen.

Rodothea Seralidou berichtet seit 2011 für deutsche Medien aus Athen, u.a. für die taz und den WDR

Alexander Theodoridis, arbeitet für die Initiative "Boroume"; studierte Politik und Wirtschaft in München und International Relations in London.

Die Stadt gilt als Wiege der europäischen Kultur und kann auf eine 5.000 Jahre alte Geschichte zurückblicken. Eine Geschichte voller Triumphe, aber auch mit Niederlagen- wie die Zerstörung der Tempel der Akropolis im Jahre 480 v.Chr. durch die Perser.

„Die Geschichte Athens zeigt uns sehr gut, dass sich Höhen und Tiefen, Blüte und Untergang schon immer abgewechselt haben“, sagt der Direktor des modernen Akropolis-Museums Dimitrios Pandermalis. „Gerade befinden wir uns in einer schwierigen Zeit, aber es wird bald wieder aufwärts gehen!”

Straßenküche in Athen Bild: Rodothea Seralidou

Eine schwierige Zeit - das ist sie in der Tat! Seit einigen Jahren denken wir beim Wort „Athen“ nicht nur an die Hochkultur der Antike, sondern auch (oder vor allem) an die griechische Wirtschafts- krise, an Streiks und Demonstrationen am Syntagma-Platz vor dem griechischen Parlament, vielleicht sogar an die „faulen Griechen“, die lange Zeit auf Kosten der deutschen Steuerzahler gelebt haben und nun auf hohem Niveau jammern, weil sie nicht mehr im Luxus leben können.

Doch ist das so? In einem Land, in dem der Durchschnittsarbeit-nehmer schon vor der Krise dankbar war, wenn er 1.000 Euro verdiente (und das in so einer teuren Stadt wie Athen, wo eine Tasse Kaffee oft vier Euro kostet), bekommt fast jeder die Auswirkungen der Krise zu spüren: Kaum eine Familie, die nicht einen oder mehrere Arbeitslose hat, kaum ein Berufszweig, der nicht betroffen ist, kaum ein Arbeitnehmer, der das Geld pünktlich auf dem Konto hat - von den Kürzungen mal abgesehen.

Mit einer Rekordarbeitslosigkeit in Höhe von fast 30%, einem Drittel der Bevölkerung ohne Krankenversicherung und abertausenden Familien am Existenzminimum - ohne das Sicherheitsnetz eines Sozialstaates, wie wir es in Deutschland haben.

Menschen mit einem bisher geregelten Leben landen auf der Straße - so wie tausende „Neo-Obdachlose“ in den letzten Jahren. Ein düsteres Bild einer Nation, die bisher für ihre Lebensfreude, ihren Stolz und ihre Herzlichkeit bekannt war. Ein Bild, mit dem sich aber viele nicht anfreunden wollen - und darum die Ärmel hochkrempeln und etwas dagegen unternehmen.

Atenistas - Initiative zur Stadtverschönerung Bild: Rodothea Seralidou

Eine unglaubliche Lawine der Solidarität und gegenseitigen Hilfe ist so ins Rollen gekommen, die noch vor wenigen Jahren unvorstellbar gewesen wäre: Ärzte behandeln ehrenamtlich Patienten ohne Krankenversicherung, in Armenküchen und auf öffentlichen Plätzen wird für Bedürftige gekocht, im Supermarkt lassen die Kunden Lebensmittel in einem extra ausgezeichneten Einkaufswagen für Menschen in Not. Die Idee dahinter ist oft simpel, der Erfolg umso erstaunlicher.

Während unserer Athen-Reise werden Sie die Gelegenheit haben, solche Initiativen gegen die Krise kennenzulernen und in Kontakt mit Menschen zu kommen, die etwas bewegen wollen. Sie werden sehen, wie sich der Alltag der Griechen durch die Krise verändert hat, und Sie werden merken, wie verschwommen die Grenze ist zwischen denen, die helfen, und denen, die Hilfe brauchen.

Am Ende der Reise werden Sie viele neue Erfahrungen gesammelt und interessante Personen und spannende Projekte kennen gelernt haben. Und sie werden sich ein genaueres Bild davon gemacht haben, wie die Krise die griechische Gesellschaft verändert hat.

Im besten Falle werden sie auch das eine oder andere Vorurteil über „die faulen Griechen“ über Bord geworfen haben. Und keine Sorge: Die Akropolis und die Museen werden Sie – wenn gewünscht - auch besucht haben.

Wir bieten die Reise ohne Anreise an, damit Sie die fünf Tage in Athen leichter mit einem individuellen Griechenland-Urlaub kombinieren können.