08.08.2013

taz-Sportredaktion setzt Verpixelungsaktion aus

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Seit fast zwei Jahren werden Sponsoren-Motive auf Fotos im taz-Sportressort, den "Leibesübungen", verpixelt, also unkenntlich gemacht. Für eine Woche will die Redaktion die Aktion nun aussetzen und stattdessen Sportfotos wie Werbeanzeigen behandeln. Die SponsorInnen sollen für den Abdruck Rechnungen erhalten. Zugrundegelegt werden dabei die üblichen Anzeigenpreise der taz.

Die Verpixelung ist mittlerweile zu einem Markenzeichen des Ressorts geworden. Die Sportredaktion ist der Meinung, dass parasitäre Werbung im Sportteil einer Zeitung nichts zu suchen hat. "Das ist nicht nur widersinnig, das widerspricht auch ökonomischen Grundsätzen", erläutert taz-Sportredakteur Markus Völker. "Wären Unternehmen wie Bayer, Adidas oder Siemens bereit, in Firmenblättern, auf Kongressen oder anderswo kostenlos Werbung für die taz zu machen? Eben."

"Was sich hier eingebürgert hat, ist nichts anderes als Werbepiraterie von Firmen, die sich das leisten können", ergänzt Andreas Rüttenauer, der die Aktion mit Völker 2011 gestartet hatte. Nach einer Woche will die Redaktion die Verpixelung der Motive wieder aufnehmen.

Fragen zur Verpixelungsaktion beantworten:

Andreas Rüttenauer, arue@taz.de Markus Völker, voelker@taz.de

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