11.07.2014

Der Siegerentwurf für das neue Haus der taz

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System ohne Hierarchien - ein architektonisch herausragender Siegerentwurf für das neue Haus der taz

Der im April dieses Jahres von der taz ausgelobte nichtoffene Wettbewerb "ein neues Haus für die taz" wurde nach eintägiger Sitzung des Preisgerichts am 10. Juli 2014 entschieden. Das Preisgericht entschied unter 25 Wettbewerbsarbeiten, den mit 35.000 Euro dotierten 1. Preis an das Architekten-Büro E2A Piet Eckert und Wim Eckert, Zürich zu vergeben. Die Jury empfahl die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit zur weiteren Ausarbeitung und Realisierung. Zwei zweite Preise gehen an heneghan peng architects, Dublin und Mars / Creutzfeldt Architekten, Berlin.

taz-Chefredakteurin Ines Pohl: "Es zeigt sich, wie sinnvoll es bei einem solchen Projekt ist, die Redaktion von Anfang an intensiv einzubeziehen. Wir sind mit der Wahl sehr zufrieden, weil im neuen Haus Räume sind, die uns Luft zum denken geben und Platz zum arbeiten. Das ist ein Versprechen für die Zukunft des taz-Journalismus."

Der Siegerentwurf für das neue taz-Haus an der Friedrichstraße von E2A-Architekten zeichnet sich aus durch ein System ohne Hierarchien, ein 7-geschossiges Verlagshaus soll entstehen, das von einer äußeren sichtbaren Konstruktion getragen wird. Hier ist das Netz als Struktur Leitidee des Konzepts und trifft so die Haltung der taz.

Der geplante Baukörper passt sich den städtebaulichen Vorgaben ein und entspricht dem Bebauungsplan. Aber er kann auch durch die Ausformung von Fassaden und Konstruktion und vor allem durch die innere Aufteilung und Erschließung überzeugen. Eine zentrale, vierläufige Wabentreppe als Treppenhausanlage an der Friedrichstraße wird zur Adresse der taz. Großzügige Öffnungen und ein direkter Bezug zum Park durch das tazcafé sind gewährleistet. Der östliche Einschnitt des Bauvolumens öffnet sich in den Blockbereich und bietet Bezüge und Orientierung in die Nachbarschaft, dem Jüdischen Museum und den neuen Bebauungen um die ehemalige Blumengroßmarkthalle. Die Fachwerkstruktur ist bestimmendes Thema der Fassade und prägt damit das Erscheinungsbild des Hauses. Es transportiert ein Image der taz: die taz als Werkstatt und Produktionsstätte.

Die Mitarbeitenden der taz sollen nach Abschluss der Bauarbeiten, die für das Jahr 2017 vorgesehen sind, wieder unter einem Dach arbeiten können. In der heutigen Rudi-Dutschke-Straße, die ihren Namen auf Initiative der taz im Jahr 2008 bekam, arbeiten Verlag und Redaktion in zwei benachbarten Häusern. Schon lange bieten sie nicht mehr genug Platz für alle tazlerInnen. Weitere Flächen wurden auf der anderen Straßenseite angemietet, etliche Verlagsabteilungen und der tazshop arbeiten dort. Für die Mitarbeitenden soll das neue taz-Haus eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen mit sich bringen, für die Genossenschaft eine gute Kapitalanlage und nachhaltige Vermögensbildungsmaßnahme. Idealerweise sollten Fertigstellung und Umzug vor dem Auslaufen der Mietverträge der angemieteten Räume Ende 2017 stattfinden.

Im Sommer vorigen Jahres bot sich die einzigartige Gelegenheit, alle redaktionellen Ressorts und Verlagsabteilungen wieder unter einem Dach zusammenzuführen. In der unmittelbar benachbarten Südlichen Friedrichstadt bekam die taz die Chance, sich um die Grundstücke Friedrichstraße 20-22 zu bewerben und Teil eines neuen Kreativquartiers zu werden, das sich rund um die ehemalige Blumengroßmarkthalle entwickeln wird.

Ausstellung

Die Wettbewerbsarbeiten werden in einer 2-wöchigen Ausstellung zu besichtigen sein.

Ort: Forum Factory, Besselstraße 13-14, 10969 Berlin

Vernissage am Donnerstag, den 4.9.2014, 19.00 Uhr Finissage am Mittwoch, den 17.9.2014, 19:00 Uhr

Öffnungszeiten: täglich von 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Bildmaterial und die Presseunterlagen können unter https://www.taz.de/neubau heruntergeladen werden.

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